Letztes Update am Mi, 16.01.2019 09:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doping: WADA-Experten in Moskau brauchen „länger als gedacht“



Moskau (APA/dpa) - Die Arbeiten der internationalen Dopingkontrolleure im Moskauer Analyselabor dauern länger als geplant. Es gebe aber keine Schwierigkeiten, teilte die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) der russischen Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch mit: „Die Arbeit des Teams ist noch nicht abgeschlossen. Sie dauert länger als ursprünglich gedacht.“

Die WADA-Experten hatten am vergangenen Donnerstag mit den Vorbereitungen für das Kopieren der Doping-Daten begonnen. Sie hätten „vollen Zugang zu den Labordaten bekommen“, sagte der russische Sportminister Pawel Kolobkow.

Die Kontrolleure hätten zwei bis drei Tage gefordert, um ihre Mission im Labor abschließen zu können, hatte der Minister vergangene Woche gesagt. Die WADA bestätigte dies zunächst nicht, sagte aber nun: Die Mission sei nicht zeitlich begrenzt gewesen.

Die WADA hatte die Aufhebung der wegen des Doping-Skandals in Russland verfügten Suspendierung der Anti-Doping-Agentur RUSADA mit der Bedingung verknüpft, den Zugriff auf die Labordaten bis zum 31. Dezember 2018 zu gewähren. Eine Ende 2018 angereiste WADA-Delegation musste aber mit leeren Händen wieder abreisen, weil ihre Ausrüstung zur Datenspeicherung nicht nach russischem Recht zertifiziert war.




Kommentieren