Letztes Update am Mi, 16.01.2019 09:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Brexit - Baltische Staaten mit Bedauern und Sorge



Riga/Vilnius/Tallinn (APA/dpa) - Die baltischen Staaten haben die Ablehnung des Brexit-Abkommens im britischen Unterhaus mit Sorge aufgenommen. Die Entscheidung sei „bedauerlich“, schrieb der estnische Regierungschef Jüri Ratas auf Twitter. „Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass die vorgeschlagene Vereinbarung die beste Option ist. Wir werden jetzt auf die nächsten Schritte der britischen Regierung warten.“

Auch der lettische Außenminister Edgars Rinkevics bedauerte das Ergebnis der Abstimmung. Er hofft, dass die britische Regierung nun aufzeige, wie es weitergehen könne. „Die einfache Wahrheit ist, dass sowohl das Vereinigte Königreich als auch Europa einander brauchen“, schrieb er.

Sein litauischer Amtskollege Linas Linkevicius twitterte: „Ich hoffe auf eine vernünftige und schnelle Lösung.“ Nötig sei Sicherheit für die Bürger und Unternehmen aus der EU und Großbritannien. „Alle Optionen bleiben offen, einschließlich des Exit vom Brexit.“

Die Abgeordneten des britischen Unterhauses hatten am Dienstagabend mit großer Mehrheit gegen das Austrittsabkommen gestimmt, das die britische Premierministerin Theresa May mit der EU vereinbart hatte. Großbritannien will die Europäische Union am 29. März verlassen. Gibt es bis dahin keine Einigung, droht ein Austritt aus der Union ohne Abkommen.

Auch die Regierungen in Tallinn, Riga und Vilnius haben bereits damit begonnen, sich auf die möglichen Folgen eines ungeregelten EU-Austritts Großbritanniens vorzubereiten.




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