Letztes Update am Mi, 16.01.2019 09:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Freeski: Kleines WM-Team zeichnet sich ab - Wolf mit Doppelbelastung



Wien (APA) - Österreichs Freeski-Team für die Weltmeisterschaften Anfang Februar im Großraum Park City wird laut Roman Kuss „relativ klein“ ausfallen. Vertreten wird der ÖSV aber in allen Disziplinen sein, sagte der Sportliche Leiter, also im Slopestyle, Big Air und Halfpipe. Vor den Welttitelkämpfen steht mit Seiseralm von 25. bis 27. Jänner nur noch ein Weltcup im Slopestyle auf dem Programm.

Die FIS untergliedert die Ski-Freestyle-Sparte, die gemeinsam mit Snowboard die WM durchführt, in die drei Bereiche Ski Cross, Freeski und Moguls & Aerials (Springen und Buckelpiste), auch der ÖSV hat diese Entwicklung mitgemacht. Für die WM sieht es derzeit so aus, dass im Freeski in den Disziplinen Slopestyle und Big Air Samuel Baumgartner (21) und Lukas Müllauer (21) sowie Lara Wolf (18) dabei sein werden und in der Halfpipe Andreas Gohl (24), Marco Ladner (20) und Elisabeth Gram (22). Eventuell kommt noch jemand aus dem Europacup dazu.

Von Verletzungen blieb auch diese ÖSV-Sparte nicht verschont, zuletzt hatte es mit doppelten Unterschenkelbruch die 20-jährige Laura Wallner beim Slopestyle-Weltcup in Font-Romeu böse erwischt. Der Rettungseinsatz verlief alles andere als vorbildlich, Kuss hat ein detailliertes Protokoll an die FIS geschickt. Man habe viel zu lange auf den Hubschrauber warten müssen.

Schon zuvor waren Gohl und Ladner jeweils länger ausgefallen, sie haben in diesem Winter noch kein Weltcup-Ergebnis zu Buche stehen. Der Halfpipe-Olympia-Achte Gohl brach sich Anfang November beim Big Air in Modena den Ellbogen, Ladner Anfang Dezember beim Halfpipe-Training in Copper Mountain das Steißbein.

„Beide sind wieder auf Schnee, es hat sie allerdings ein bisserl zurückgeworfen“, merkte Kuss an. „Dabei hatten alle eine echt gute Vorbereitung und waren auf einem guten Weg. Aber Verletzungen kann man nicht beeinflussen, die kommen.“ Aus dem Wettkampfsport zurückgezogen hat sich Luca Tribondeau.

Die 18-jährige Wolf war heuer bereits Big-Air-Fünfte in Modena, im Stubai-Slopestyle kam sie auf Rang 27. „Ihr nächste Mission lautet Matura. Sie fährt auf der Seiseralm und die WM, danach hat aber wieder die Schule Vorrang“, erklärte Kuss die Doppelbelastung. Wolf war bereits mit 16 Jahren WM-Siebente in der Sierra Nevada und mit 17 Olympia-16. in Pyeongchang, jeweils im Slopestyle.

Für die WM macht der Sportliche Leiter keine Zielvorgaben in Form von Platzierungen, man sei dabei, Schwachstellen auszumerzen, aber alles brauche seine Zeit. „Die Top Ten sind drinnen, das hat man immer wieder gesehen. Aber ich will den Athleten keinen unnötigen Druck aufladen. Jeder soll sich auf das konzentrieren, was er kann. Sie wollen es eh selbst und jeder wird das Beste geben.“




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