Letztes Update am Mi, 16.01.2019 09:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


23-Jähriger wegen Wiederbetätigung in Klagenfurt vor Gericht



Klagenfurt (APA) - Ein 23-jähriger Kärntner hat sich am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung verantworten müssen. Außerdem soll er - bereits in Haft - versucht haben, seine Exfreundin zu einer falschen Beweisaussage anzustiften.

Staatsanwalt Markus Kitz legte dem Mann zur Last, einschlägige Tätowierungen zur Schau gestellt zu haben - so habe er ein Tattoo der Zahl 88 präsentiert, was in der Neonazi-Szene für HH (Heil Hitler) steht. Außerdem habe er per WhatsApp einschlägige Bilder verschickt, unter anderem von einem tätowierten Hakenkreuz und von einem SS-Soldaten.

Der Mann bekannte sich zu den Wiederbetätigungs-Vorwürfen geständig, nicht aber zum Versuch der Bestimmung zur falschen Beweisaussage - laut seiner Verteidigerin wolle sich seine Exfreundin an ihm rächen. Ihr Mandant habe auch kein leichtes Leben gehabt - der mehrmals vorbestrafte, ehemalige Sonderschüler habe seine Lehre abgebrochen und sei dann in falsche Kreise geraten.

Die Schwurgerichtsverhandlung unter Vorsitz von Richter Bernd Lutschounig wurde am Vormittag mit der Einvernahme des Angeklagten fortgesetzt, mit einem Urteil wurde noch am Mittwoch gerechnet.




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