Letztes Update am Mi, 16.01.2019 11:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Brexit - Premier Morrison sieht keine großen Gefahren für Australien



Canberra (APA/dpa) - Australiens Premierminister Scott Morrison sieht nach eigenen Worten durch das Scheitern des Brexit-Abkommens im britischen Parlament keine großen Gefahren für die Handelsbeziehungen seines Landes zu Europa.

Australien habe bereits gleich nach der Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union damit begonnen, den Zugang zu den Märkten in Großbritannien und der EU zu gewährleisten, sagte Morrison am Mittwoch bei einem Besuch im Pazifik-Staat Vanuatu. Die Australier könnten sich darauf verlassen, dass sie trotz unklarer Aussichten „von ruhiger Hand“ geführt würden, versicherte Morrison seinen Landsleuten. Zudem seien die unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits auf Australien begrenzt.

Es gebe jedoch „Unsicherheiten“ im Welthandel, weshalb es wichtig sei, dass Australien eine klare Finanzpolitik betreibe. Das britische frühere Kolonialgebiet und Großbritannien verbinden seit jeher besondere Beziehungen. Queen Elizabeth II. ist dort auch immer noch Staatsoberhaupt.

In Australien stehen demnächst Wahlen an. Spätestens im Mai muss ein neues Parlament gewählt werden. Die liberal-konservative Partei von Premier Morrison liegt in den Umfragen hinter der sozialdemokratischen Opposition zurück. Oppositionsführer Bill Shorten sagte: „Wir müssen jetzt sicherstellen, dass wir gute Beziehungen zu Europa haben und auch zu Großbritannien.“




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