Letztes Update am Mi, 16.01.2019 12:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Brexit - Steirischer Automobilsektor besonders betroffen



Graz (APA) - Die steirische Wirtschaft steht durch den Automobilsektor in einem besonderen Zusammenhang mit Großbritannien und damit auch mit dem Brexit. Das Vereinigte Königreich ist der viertwichtigste Handelspartner für die Grüne Mark. Im ersten Halbjahr 2018 wurden steirische Waren im Wert von 647 Mio. Euro nach Großbritannien exportiert. Magna Steyr in Graz fertigt für Jaguar derzeit zwei Fahrzeuge.

Magna erklärte am Mittwoch nach dem im britischen Unterhaus abgelehnten Brexit-Deal, dass man sich als global agierendes Unternehmen auf Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld vorbereite. Dies geschehe auch in Absprache mit den Kunden. „Da es jedoch bisher keine konkreten Entscheidungen im Falle des Brexit gibt, möchten wir uns auch an diesen Spekulationen nicht beteiligen“, hieß es.

Offene Fragen steirischer Unternehmer rund um den Brexit werden vom Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) auf der Homepage www.europa.steiermark.at/brexit beantwortet. Zudem wurde eine Hotline unter der Nummer 0316 601 400 eingerichtet, hieß es aus dem Büro von Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP).

Abgesehen von Magna exportieren aus der Steiermark auch der Halbleiterkonzern AT&S, der Luftfahrt-Spezialist Ames oder der Antriebsstrangentwickler und Spezialist für Software und Testsysteme, AVL List, nach Großbritannien.

Die Steiermark hat im ersten Halbjahr 2018 insgesamt Waren im Wert von rund 12,4 Mrd. Euro exportiert. Mit 3,6 Mrd. Euro ist Deutschland Hauptabnehmer, gefolgt von den USA (eine Mrd. Euro), Italien (855 Mio. Euro) und eben Großbritannien.

~ WEB http://www.magna.at ~ APA285 2019-01-16/12:17




Kommentieren