Letztes Update am Mi, 16.01.2019 12:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mehrere Banken kündigen Anteil an Bezahldienst Paydirekt auf



Frankfurt (APA/dpa) - Die ING Deutschland und weitere Banken kehren dem Online-Zahlungsdienstleister Paydirekt als Eigner den Rücken. ING Deutschland und weitere sogenannte Poolbanken wie die HypoVereinsbank, Santander oder die Targobank hätten ihre Anteile zum 31. Dezember 2019 aufgekündigt, bestätigte ING Deutschland der dpa am Mittwoch. Zuvor hatte das Finanz-Blog „finanz-szene.de“ darüber berichtet.

Man wolle den Kunden allerdings auch zukünftig die Zahlung über Paydirekt anbieten, hieß es. Dafür würden nun verschiedene Möglichkeiten erörtert. Zudem gebe es Verhandlungen über einen Verkauf etwa an die Anteilseigner Deutsche Bank und die Commerzbank.

In der Kritik standen demnach vor allem die komplexen Governance-Strukturen des PayPal-Konkurrenten. Mit ihrem Ausstieg machten die Poolbanken nun den Weg frei für künftig schnellere Entscheidungen, hieß es bei ING Deutschland. Wie „finanz-szene.de“ berichtete, sollen heuer allerdings auch Gespräche über eine Finanzspritze in dreistelliger Millionenhöhe anstehen.

Paydirekt ist ein Online-Zahlungsdienst, der 2015 von einer Reihe deutscher Banken und Sparkassen ins Leben gerufen wurde. Der Dienst konkurriert direkt unter anderem mit der US-Firma Paypal, die der bereits seit Ende der 90er Jahre aktiv ist und inzwischen mehr als 190 Millionen Kunden weltweit zählt. An Paydirekt halten die SparkassenFinanzgruppe sowie die Volks- und Raiffeisenbanken jeweils 33,33 Prozent. Jeweils 11,11 Prozent entfielen bisher auf die Commerzbank und die Deutsche Bank/Postbank sowie die Poolbanken über die Beteiligungsgesellschaft privater Banken mbH.




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