Letztes Update am Mi, 16.01.2019 12:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Heta klagt Ex-Hypo-Chef Berlin auf 2,57 Mio. Euro Schadenersatz



Klagenfurt/Wien (APA) - Der ehemalige Vorstandschef der Kärntner Hypo Alpe Adria, Tilo Berlin, sieht sich mit einer Klage der Hypo-Nachfolgegesellschaft Heta konfrontiert. Eva Jost-Draxl, Sprecherin des Landesgerichts Klagenfurt, bestätigte am Mittwoch auf APA-Anfrage einen entsprechenden Bericht des „Standard“. Die Heta fordert von Berlin 2,57 Mio. Euro wegen einer Sonderdividende an Altaktionäre.

Das Strafgericht hat die Schadenersatzansprüche der Heta bei der Verurteilung von Berlin auf den Zivilrechtsweg verwiesen, deshalb jetzt die Klage. Das Verfahren wurde Richterin Gudrun Slamanig zugeteilt, die erste Verhandlung findet am 1. Februar in Klagenfurt statt. Der Schuldspruch im Strafprozess war im Oktober vergangenen Jahres vom Obersten Gerichtshof (OGH) bestätigt worden, Mitte November bestätigte das Oberlandesgericht Graz das Strafausmaß von zehn Monaten unbedingt. Berlin beantragte, diese Strafe mit einer Fußfessel verbüßen zu dürfen. Das wurde ihm laut Justizanstalt Klagenfurt auch genehmigt, die Strafe angetreten hat der ehemalige Bankvorstand aber noch nicht.

Zugleich kämpft Berlin noch gegen eine zweite Verurteilung. Im August 2017 war er von Richterin Sabine Roßmann zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. In diesem Verfahren war es um die Fairness Opinion gegangen, welche Heinrich Pecinas Vienna Capital Partners erstellt hatte. Diese Fairness Opinion war im Zusammenhang mit dem Hypo-Verkauf erstellt und von der Bank über Scheinrechnungen selbst bezahlt worden, dabei geht es um rund 4,3 Mio. Euro. Berlin bekämpfte dieses Urteil, zog sogar vor den Verfassungsgerichtshof. „Dort wurde die Causa aber abgelehnt“, sagte OGH-Sprecher Kurt Kirchbacher auf Anfrage der APA. Der Akt wanderte vom VfGH zur Generalprokuratur, zu Weihnachten übermittelte diese es dem Obersten Gerichtshof. „Wir haben auch bereits eine Empfehlung abgegeben“, erklärte Oliver Janda von der Generalprokuratur. Da das Croquis den Parteien aber noch nicht zugestellt ist, dürfe er über den Inhalt keine Auskunft geben.

~ WEB www.heta-asset-resolution.com

http://www.ogh.gv.at/ ~ APA321 2019-01-16/12:56




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