Letztes Update am Mi, 16.01.2019 13:11

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Bundesheersoldaten bekommen nach Einsatz Sonderurlaub



Wien/Österreich-weit (APA) - Rund 1.700 Soldaten des Bundesheeres sind zuletzt bei der Beseitigung der Schneemassen im Einsatz gewesen. Sie sollen nach Abschluss der Arbeiten Sonderurlaub bekommen, gab Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) am Mittwoch nach dem Ministerrat bekannt. Er und auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nutzten die Gelegenheit, sich bei allen Helfern für ihren Einsatz zu bedanken.

Das Bundesheer habe vor zwölf Tagen, am 4. Jänner, mit den ersten Erkundungsflügen begonnen, seit dem 6. Jänner ist es mit Luft- und Landkräften im Einsatz. In sechs Bundesländern waren 1.700 Soldaten eingesetzt. Die Personenstunden belaufen sich auf rund 71.000 und mehr als die Hälfte davon wurde von Grundwehrdienern geleistet. Für Kunasek zeigt dies, wie wichtig die Wehrpflicht ist. 171 Flugstunden wurden bereits absolviert und 530 Personen abtransportiert. Bis zu 20 Hubschrauber waren gleichzeitig im Einsatz, zog der Ressortchef Bilanz.

Auch in den nächsten Tagen werde man noch im Einsatz stehen, Dächer von Schneemassen befreien oder Fernmeldeverbindungen wiederherstellen. Mit Hubschraubern würden auch weiterhin Bäume und Stromleitungen von Schnee befreit („Downwash“).

Der Einsatz gegen die Schneemassen habe in den nächsten Tagen etwa gegenüber Ausbildungen Priorität. Damit sollen notwendige Kapazitäten für den Schneeeinsatz zur Verfügung stehen. Grundwehrdienern und Kommandanten werde nach dem Einsatz, abhängig von der Dauer und Schwere, Sonderurlaub gewährt. Auch Bedienstete des Verteidigungsressorts, die etwa bei der Freiwilligen Feuerwehr im Katastropheneinsatz waren, bekommen Sonderurlaub, so Kunasek.

„Aufgrund des massiven Schneefalls sind einige Regionen in einer schwierigen Situation“, stellte Kurz fest. Er bedankte sich daher ebenfalls bei allen Freiwilligen sowie den Einsatzkräften für ihren Beitrag.




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