Letztes Update am Mi, 16.01.2019 14:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rom will Obdachlose zum Übernachten in Unterkünften zwingen



Rom (APA) - Nachdem in den vergangenen zwei Monaten zehn Obdachlose wegen der tiefen Temperaturen in Rom tot aufgefunden wurden, wächst in der italienischen Hauptstadt die Sorge um die Tausenden Menschen, die in der kalten Jahreszeit auf der Straße schlafen. Die römische Bürgermeisterin arbeitete daher an einer Verordnung, um Obdachlosen zu zwingen, die kalten Nächte in Unterkünften zu verbringen.

Derzeit kann Obdachlose nicht angeordnet werden, in Einrichtungen der Gemeinde oder der Kirche zu übernachten. Obwohl Plätze in den Unterkünften vorhanden seien, würden viele Betroffene das Schlafen im Freien bevorzugen, bemängelte die Gemeinde Rom.

„Man muss unbedingt Strukturen für Obdachlose in der Winterzeit finden“, so die Präsidentin des Roten Kreuzes in Rom, Debora Diodati. Die Caritas erklärte, sie stelle Obdachlosen 150 Betten zur Verfügung, in der Winterzeit seien jedoch viel mehr Plätze notwendig.

Zum Schutz vor Minusgraden hat das päpstliche Almosenamt weitere Schlafplätze in einer von Ordensschwestern betriebenen Obdachlosenunterkunft unweit des Petersplatzes geschaffen. Ebenfalls sei die Kirche San Calisto in Trastevere nachts wieder als Schlafstätte mit 30 Plätzen verfügbar. Zuletzt wurde eine medizinischen Ambulanz für Obdachlose am Petersplatz eingerichtet.




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