Letztes Update am Mi, 16.01.2019 16:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen zur Eröffnung höher



New York (APA) - Die US-Börsen haben am Mittwoch höher eröffnet. Im Mittelpunkt stand an der Wall Street die beginnende Berichtssaison. Mehrere Schwergewichte wie etwa Goldman Sachs und die Bank of America öffneten ihre Bücher.

Der Dow Jones stieg gegen 16.00 Uhr um 0,61 Prozent auf 24.211,96 Zähler. Der marktbreite S&P-500 gewann 0,44 Prozent auf 2.621,73 Zähler. Der technologielastige Nasdaq Composite legte 0,70 Prozent auf 7.072,67 Einheiten zu.

Goldman Sachs konnte den Gewinn im vergangenen Jahr vor allem dank guten Geschäften an den Aktienmärkten und niedrigeren Steuern deutlich steigern. Unter dem Strich verdiente die Bank nach Angaben vom Mittwoch knapp 10 Mrd. Dollar und damit 168 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vor Steuern legte der Gewinn um zwölf Prozent auf 12,5 Mrd. Dollar zu. Die Erträge legten um zwölf Prozent auf knapp 37 Mrd. Dollar zu. Die Aktien zogen an der Spitze des Dow Jones um über fünf Prozent an.

Ein deutliches Gewinnplus meldete außerdem die Bank of America. Der Gewinn vor Steuern kletterte um 18 Prozent auf knapp 35 Milliarden Dollar. Die Erträge legten um etwas mehr als vier Prozent auf 91 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten weniger erwartet. Selbst ohne die Steuerreform, die das Ergebnis 2017 belastet hatte und 2018 begünstigte, stieg das Ergebnis deutlich. Die Titel der Bank of America stiegen um S&P-500 zuletzt um 5,57 Prozent.

Dagegen haben die Börsenturbulenzen zum Jahresende Blackrock im Schlussquartal das Ergebnis vermasselt. Der Gewinn des weltgrößten Vermögensverwalters ging den Angaben vom Mittwoch zufolge von Oktober bis Dezember um knapp 60 Prozent auf 927 Mio. Dollar zurück. Allerdings hatte Blackrock Ende 2017 noch von einer Steuererleichterung profitiert. Nachdem die Titel des Vermögensverwalters vorbörslich zunächst negativ reagierten, drehten sie nach Beginn der Telefonkonferenz ins Plus und stiegen im Frühhandel zuletzt 4,61 Prozent.

Negativ aufgenommen wurden dagegen die Geschäftszahlen von Ford. Der zweitgrößte US-Autohersteller verfehlte ersten Berechnungen zufolge mit dem um Sondereffekte bereinigten Gewinn je Aktie im vergangenen Jahr die Konsensschätzung knapp. Die Aktie fiel um 1,02 Prozent.

Abseits der Berichtssaison gerieten die Anteilsscheine von Snap schwer unter Druck. Sie brachen um über zehn Prozent ein, nachdem der Finanzchef des Social-Media-Konzerns nach nur acht Monaten seinen Rückzug angekündigt hatte.

Dass das von der britischen Regierung verhandelte EU-Austrittsabkommen am Vorabend im britischen Parlament gescheitert war, war dagegen kein großes Thema am Markt. Die Niederlage von Premierministerin Theresa May sei weitgehend erwartet worden, sagten mehrere Beobachter.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA463 2019-01-16/16:15




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