Letztes Update am Mi, 16.01.2019 16:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Lage in Salzburg hat sich beruhigt



Salzburg/Österreich-weit (APA) - Nach knapp zwei Wochen intensiver Schneefälle hat sich die Lage in Salzburg beruhigt. „Nach dem Wetter verbessert sich nun auch Stunde für Stunde die Lawinensituation“, sagte Markus Kurcz, der Leiter des Einsatzstabes des Landes, am Mittwochnachmittag bei einer Pressekonferenz. In den kommenden Tagen sollen nun Aufräum- und Reparaturarbeiten im Vordergrund stehen.

Vor allem die Salzburg AG wird damit beschäftigt sein, beschädigte Stromleitungen wiederherzustellen. Dazu kommen wichtige Arbeiten im Wald, an den Straßen und an Gebäuden. Am Mittwochnachmittag waren im Bundesland noch 80 Personen von der Außenwelt abgeschlossen und rund 20 Haushalte ohne Strom. Im Bahnverkehr gab es zwar noch Streckensperren, alle hochrangigen Straßen waren jedoch wieder offen. Auch alle Schulen sollen morgen wieder in den Normalbetrieb übergehen. Im Laufe des Donnerstags soll dann auch der Einsatzstab des Landes seine Arbeit einstellen.

„Abgesehen von den drei bedauerlichen Todesfällen im Land konnte die herausfordernde Situation gut bewältigt werden“, sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). „Wir hatten die Lage im Land gut im Griff.“ In keiner Phase habe Katastrophenalarm ausgelöst werden müssen. „Das Ereignis hat auch gezeigt, wie wichtig es ist, die Einsatzkräfte zu bündeln sowie professionell zu koordinieren und zu kommunizieren.“

Bis alle Schäden begutachtet und aufgearbeitet sind, dürfte es allerdings noch Monate dauern. Denn Schäden an Bauwerken im Hochgebirge, etwa an unbewohnten Hütten, würden sich erst später zeigen. Sorgen bereiteten dem Landeshauptmann am Mittwoch auch das späte Frühjahr und der Frühsommer. „Im Juni und Juli droht bei Schneeschmelze und Regenfällen Hochwasser. Hier müssen wir uns vorbereiten.“

Wie hoch der Schaden in der Forstwirtschaft ist, blieb zunächst unklar. „Bisher war noch keine flächendeckende Begutachtung möglich“, sagte Landesforstdirektor Michael Mitter zur APA. Erste Teilbereiche, die er im Zuge einer Befliegung habe einsehen können, würden aber Optimismus versprechen. „Die ersten beiden Wellen haben zwar vor allem in niedrigen Höhen für Probleme im Wald gesorgt. Während der dritten Welle Schneefall ist Anfang der Woche die Temperatur in der Nacht aber unerwartet gestiegen. Dadurch fror der Schnee nicht an den Bäumen an, sondern rutschte ab und entlastete das Holz.“ Ganz sicher in Mitleidenschaft gezogen worden sein dürften laut Mitter aber viele Schutzwälder in Lawinenstrichen.




Kommentieren