Letztes Update am Mi, 16.01.2019 17:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leichen zum Üben - Strafverfahren gegen Bestatter in Bayern



Schweinfurt (APA/dpa) - Ein Bestatter soll Leichen zu Übungszwecken dem beruflichen Nachwuchs zur Verfügung gestellt haben - ohne die Hinterbliebenen zu informieren. Wegen Störung der Totenruhe in fünf Fällen hat die Staatsanwaltschaft Schweinfurt am Mittwoch ein Strafverfahren beantragt. In zwei Fällen wurden die Ermittlungen wegen Verjährung eingestellt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.

Im Bundesausbildungszentrum für Bestatter in Münnerstadt (Landkreis Bad Kissingen) üben angehende Bestatter unter anderem Leichen zu waschen und im Sarg zu betten. Leichen dürfen nicht ohne den Willen der Angehörigen weggebracht werden. Das gilt laut Staatsanwaltschaft als Störung der Totenruhe.

Über den Antrag wird das Amtsgericht Schweinfurt in den kommenden Wochen entscheiden. Dem Bestatter droht eine Geldstrafe.




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