Letztes Update am Do, 17.01.2019 10:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Riesiges Strandresort in Nordkorea vor der Fertigstellung



Seoul (APA/AFP) - Nordkorea steht nach Angaben von US-Beobachtern kurz vor der Fertigstellung eines riesigen Strandresorts an der Ostküste des Landes. Satellitenbilder zeigten die rasanten Fortschritte des ausgedehnten Bauprojekts, dem zuletzt eine Wasserrutsche und ein Kino hinzugefügt worden seien, berichtete die Website 38 North am Donnerstag.

Von der Seite veröffentlichte Bilder vom Dezember zeigten, dass die meisten zuvor im Bau befindlichen Gebäude inzwischen fast fertig und neue Gebäude weit fortgeschritten sind.

Die Region, bekannt unter dem Namen Wonsan-Kalma Küsten-Touristengebiet, liegt zwischen einem neuen Flughafen und der Ostküste Nordkoreas. Die Gegend wurde vormals für Artilleriemanöver und Raketentests genutzt. Nordkorea wird Angaben aus der Tourismusindustrie zufolge jedes Jahr von rund 100.000 Urlaubern besucht, die meisten von ihnen aus China. Pjöngjang veröffentlicht keine eigenen Statistiken zum Fremdenverkehr.

Machthaber Kim Jong Un überwacht den Fortschritt der Baustelle genau. Die große Eröffnung soll im Oktober stattfinden, zum 74. Jahrestag der Gründung der herrschenden Arbeiterpartei. Kim, der Berichten zufolge die Sommer seiner Kindheit in der Region verbrachte, besuchte die Anlage laut Staatsmedien dreimal im vergangenen Jahr und erteilte detaillierte Anweisungen, etwa für den Bau von Spielhallen, eines Stadiums und zur Stockwerkanzahl der Hotels.

Satellitenbilder vom 28. Dezember zeigten, dass das Resort zu einem „enormen Strandkomplex“ anwachse, berichtete 38 North.

US-Präsident Donald Trump hatte nach seinem Gipfeltreffen im Juni auf das Immobilien-Potenzial des isolierten Landes hingewiesen: „Sie haben tolle Strände. Das sieht man immer, wenn sie ihre Kanonen über dem Meer abschießen.“ Die USA verbieten ihren Bürgern derzeit, Urlaub in Nordkorea zu machen.

Südkoreaner besuchten früher zu Hunderttausenden den Berg Kumgang nahe der innerkoreanischen Grenze. Die Reisen kamen zu einem abrupten Ende, als ein nordkoreanischer Soldat Ende 2008 einen südkoreanischen Touristen erschoss, weil dieser vom vorgesehenen Weg abgekommen war. Seoul setzte die Reisen daraufhin aus.




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