Letztes Update am Do, 17.01.2019 12:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Landessicherheitszentrale Burgenland bewältigt im Jahr 250.000 Anrufe



Eisenstadt (APA) - Eine Viertelmillion Anrufe nehmen die Mitarbeiter der Landdessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland jährlich entgegen. Das gesamte Tätigkeitsfeld sei jedoch noch viel umfangreicher, erläuterte Geschäftsführer Christian Spuller am Donnerstag in Eisenstadt. Er zog eine Zwischenbilanz und berichtete über die Neuaufstellung der LSZ als Folge eines Rechnungshofberichts.

Zu den Anrufen kämen noch an die 100.000 Funkgespräche sowie die Disposition von 80.000 Krankentransporten, 10.000 Alarmierungen der First Responder und die Notarzteinsätze, berichtete Spuller. Auch die im Burgenland verfügbaren Polizei-Defis und die Kriseninterventionsteams werden von der Landessicherheitszentrale alarmiert.

Das Thema Sicherheit habe „höchste Priorität“, stellte Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz fest. Deshalb werde 2019 in Kooperation von Bund, Land und Gemeinden das „Jahr der Sicherheit“ ausgerufen. Burgenland sei „das sicherste Bundesland, das wollen wir natürlich noch verstärken und dokumentieren“, sagte Tschürtz.

Über die Leitstellentätigkeit hinaus, betreibe man im Bereich der IT 100 Server und das Digitalfunknetz im Burgenland ebenso wie die Sirenensteuerung für 325 burgenländische Feuerwehren und die Sturmwarnanlage am Neusiedler See, schilderte Spuller. Außerdem werden rund 1.000 Digitalfunkgeräte gemanagt - von der Bestellung bis zur Wartung und Entstörung. Der Digitalfunk sei im Burgenland mit 66 Stationen voll ausgebaut. 50 Prozent der Stationen hätten bereits eine Notstromversorgung.

Die „Sicherheitspartner Burgenland“ werden ebenso von der LSZ Burgenland betreut wie kleinere Projekte, beispielsweise die Fahrradcodierung. Voraussichtlich ab Mai sollen die Sicherheitspartner in der Landessicherheitszentrale beschäftigt sein und direkt durch die LSZ gesteuert werden. Auch eine Ausstattung mit Digitalfunk und die Einbindung in den operativen Leitstellenbetrieb seien geplant.

Nach einem Bericht des Landes-Rechnungshofes im Vorjahr, der 79 Empfehlungen auflistete, wurde mit einer Neuaufstellung der LSZ begonnen. 45 Empfehlungen seien inzwischen bereits umgesetzt, berichtete Spuller. In der neuen Organisationsstruktur gebe es „klare Aufgabenbereiche und auch klare Verantwortlichkeiten“. Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten seien in der Zwischenzeit ausgeräumt, beim Thema Steuernachzahlungen, von denen es auch einige gegeben habe, sei man nun „komplett im grünen Bereich“.

2019 stehe vorwiegend die Modernisierung der zehn Jahre alten Leitstelle auf der Agenda. Um auch in größeren Katastrophenfällen einsatzbereit zu sein, soll es künftig neben den bestehenden Ausfallsebenen in Oberwart und Eisenstadt auch eine dritte im Mittelburgenland geben, kündigte der LSZ-Geschäftsführer an.




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