Letztes Update am Do, 17.01.2019 12:56

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bischöfe sorgen sich um Diskriminierung von Christen in Israel



Tel Aviv (APA/dpa) - 15 Kirchenvertreter haben sich bei einem Internationalen Bischofstreffen im Heiligen Land besorgt über eine Diskriminierung von Christen in Israel gezeigt.

„Uns wurde berichtet, dass viele Christen ebenso wie andere palästinensisch-arabische Bürger und in Israel lebende Migranten sich systematisch diskriminiert und ausgegrenzt sehen“, schrieben die Bischöfe in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Abschlusserklärung.

Das Treffen von 15 Bischöfen aus 12 europäischen und nordamerikanischen Bischofskonferenzen sowie aus Südafrika fand bis Donnerstag unter dem Titel „Christen in Israel: Herausforderungen und Möglichkeiten“ statt.

Die Bischöfe verwiesen in ihrer Erklärung vor allem auf geäußerte Befürchtungen in Bezug auf das „Nationalitätsgesetz“. Das im Juli verabschiedete Gesetz verankert Israels Status als jüdischen Nationalstaat - und wird von Minderheiten, aber auch vielen jüdischen Israelis, als diskriminierend kritisiert.

„Die Christen in Israel wünschen, als vollwertige Bürger mit anerkannten Rechten in einer pluralen und demokratischen Gesellschaft leben zu können“, hieß es in dem Schreiben. „Wir stehen an der Seite der Christen in Israel und all derer, die Diskriminierung bekämpfen und ihre Aufgabe darin sehen, den Pluralismus im Lande zu schützen.“

In Israel leben nach Angaben des Zentralen Israelischen Statistikbüros rund 170.000 Christen - rund zwei Prozent der Bevölkerung. Die meisten der Christen sind Araber.




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