Letztes Update am Do, 17.01.2019 12:56

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Messerattacke auf Schwangere - Prozess in Duisburg wegen Mordversuchs



Duisburg (APA/dpa) - Nach einer Messerattacke auf eine schwangere 17-Jährige müssen sich vier junge Männer seit Donnerstag in Duisburg vor Gericht verantworten. Einer der Angeklagten ist der mutmaßliche Vater des ungeborenen Kindes. Laut Staatsanwaltschaft wollte der 16-Jährige die werdende Mutter und das Kind töten, weil er mit der Schwangerschaft nicht einverstanden war.

Die Anklage lautet auf Mordversuch und versuchten Schwangerschaftsabbruch. Weil alle Angeklagten unter 18 Jahre alt sind, fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Im Falle einer Verurteilung drohen den vier jungen Männern jeweils bis zu zehn Jahre Jugendhaft.

Laut Anklage lockte der 16-Jährige seine ehemalige Freundin am 6. September 2018 an eine abgelegene Stelle am Rhein in Duisburg. Die drei 16 und 17 Jahre alten Mitangeklagten sollen sich dort in einem Gebüsch versteckt haben und auf ein Zeichen hervorgestürmt sein. Die damals im fünften Monat schwangere Jugendliche wurde laut Anklage von mehreren Messerstichen getroffen - in Beinen und Hüfte. Sie konnte sich jedoch losreißen und flüchten.

Die Verletzungen durch den Messerangriff seien zwar verheilt, die Tat belaste sie jedoch sehr, hieß es am Donnerstag. Das Kind, das damals nicht verletzt wurde, ist nach den Angaben noch nicht geboren, der Geburtstermin stehe aber unmittelbar bevor.




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