Letztes Update am Do, 17.01.2019 14:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuer UN-Syriengesandter will auch Opposition treffen



Damaskus (APA/AFP) - Der neue UN-Syriengesandte Geir Pedersen hat nach einem Besuch in Damaskus von „konstruktiven Gesprächen“ gesprochen. Er wolle „regelmäßig“ in die syrische Hauptstadt zurückkehren, um die Fortschritte hinsichtlich der Meinungsverschiedenheiten zu erreichen, erklärte Pedersen nach seinem Besuch in der Nacht zu Donnerstag.

Wie aus UN-Kreisen verlautete, wollte er nach den Gesprächen mit der Regierung nun die syrische Opposition treffen.

Pedersen will insbesondere mit dem Syrischen Verhandlungskomitee zusammenkommen, das die wichtigsten Oppositionsgruppen im Exil vertritt. Der norwegische Diplomat hatte am 7. Jänner das Amt des UN-Sonderbeauftragten für Syrien übernommen, nachdem sein Vorgänger Staffan de Mistura zurückgetreten war. De Mistura war es ebenso wenig wie seinen beiden Vorgängern gelungen, einen friedlichen Ausweg aus dem Bürgerkrieg zu finden.

Dank der Unterstützung Russlands und des Iran kontrolliert Machthaber Bashar al-Assad heute wieder zwei Drittel des Landes. Sein Außenminister Walid Muallem betonte nach dem Treffen mit Pedersen die Bereitschaft der Regierung, sich an der Suche nach einer „politischen Lösung“ zu beteiligen. Allerdings müssten dafür der Terrorismus beseitigt, die Präsenz ausländischer Truppen beendet und die Einheit und Souveränität Syriens gewahrt werden, betonte Muallem.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA363 2019-01-17/14:02




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