Letztes Update am Do, 17.01.2019 14:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Putin go home“-Aufkleber in der Vojvodina



Belgrad/Moskau (APA) - Der heutige Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Belgrad wird offenbar nicht von allen Bürgern mit gleicher Begeisterung begrüßt. In mehreren Städten in der Vojvodina sind am Donnerstag Aufkleber mit der Aufschrift „Putin go home“ aufgetaucht. Unterzeichnet wurden sie von einer Organisation, die sich „Junge Vojvodina“ nennt.

In der Hauptstadt der autonomen serbischen Provinz Vojvodina, Novi Sad, wurde laut Medienberichten auch ein Spruchband mit der Aufschrift „Serbien ist nicht Russland“ angebracht. Am Dienstag tauchte ein solches Spruchband auch auf einer Autobahnüberführung in der Nähe des Belgrader Flughafens auf.

Eine ganz andere Situation herrschte hingegen in dem von Serben bewohnten Norden des Kosovo, wo anlässlich des Besuches des russischen Staatsoberhauptes überall russische Flaggen und Werbeplakate mit der Aufschrift „Wir sind Brüder“ und „Gott ist mit uns“ zu sehen war.

Medienberichten zufolge dürften sich am späten Nachmittag etwa 70.000 Bürger vor dem Belgrader Dom des Heiligen Sava versammeln, die Putin in Begleitung seines serbischen Amtskollegen Aleksandar Vucic besichtigen soll. Russland finanziert mit etwa zehn Millionen Euro die Anfertigung von Ikonen.

Die Anreise von Bewunderern des russischen Präsidenten aus dem Landesinneren nach Belgrad wurde laut früheren Medienberichten von lokalen Organisationen der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) organisiert.




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