Letztes Update am Do, 17.01.2019 14:41

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Prozess gegen steirische 2 - Angeklagter: „Immer Gülle überprüft“



Graz (APA) - Den Bauern wurde nicht nur die starke Geruchsbelästigung durch die Schweinezucht vorgeworfen, es ging in der Anklage auch um eine angebliche Überdüngung des Bodens durch stickstoffhältigen Mineraldünger. Dagegen verwehrte sich einer der Befragten vehement. „Wir haben uns immer an die Düngeberechnungen der Kammer gehalten“, betonte er.

Auch der Sohn jenes Landwirts, der bereits eine Luftwaschanlage in seine Schweineställe eingebaut hat, wurde am Mittwoch befragt. Er gab an, es habe „Probleme im Dorf“ gegeben. „Warum?“, wollte Richter Oliver Graf wissen. „Es soll gestunken haben, angeblich“, antwortete der Angeklagte. „Haben Sie das auch wahrgenommen?“, wollte der Richter wissen. „Nein“, meinte der Beschuldigte.

Sein Vater hatte mehrfach betont, man habe sich beim Ausbringen der Gülle stets an die Vorgaben der Landwirtschaftskammer gehalten. Den Boden selbst hat der Bauer zwar nie überprüft, wohl aber die Gülle, um sie dann „mit Dünger aufzuwerten.“ Dass auch eine Bodenprobe nötig gewesen wäre „habe ich jetzt das erste Mal erfahren“, rechtfertigte sich der Bauer.

Am Nachmittag war noch die Einvernahme weiterer Angeklagter geplant. Zeugen waren zunächst keine geladen, sie sollen erst am zweiten Verhandlungstag (14. Februar, 9.00 Uhr) gehört werden.




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