Letztes Update am Do, 17.01.2019 16:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen treten zur Eröffnung auf der Stelle



New York (APA) - Die US-Börsen haben nach der jüngsten Erholung am Donnerstag kaum bewegt gestartet. Gegen 15.55 Uhr verlor der Dow Jones Industrial Index um 29,88 Einheiten oder 0,12 Prozent auf 24.177,28 Zähler. Des anhaltende teilweise Regierungsstillstand in Washington und die langwierigen Verhandlungen im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit liefern den Anlegern Gründe zur Zurückhaltung.

Überraschend gute Konjunkturnachrichten hellten die Stimmung anschließend allerdings ein wenig auf. So stieg der S&P-500 Index um 0,51 Punkte oder 0,02 Prozent auf 2.616,61 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gewann 11,14 Punkte oder 0,16 Prozent auf 7.043,83 Einheiten.

Im Zollstreit der beiden weltgrößten Volkswirtschaften gab es jüngst widerstrebende Signale: Chinas Telekom-Gigant Huawei steht einem Medienbericht zufolge wegen angeblicher Ausspähung von Geschäftsgeheimnissen im Fokus einer strafrechtlichen Untersuchung der US-Justizbehörden. Das änderte allerdings nichts daran, dass beide Staaten ihre Gespräche über eine Beendigung des seit Monaten anhaltenden Konflikts Ende Jänner fortsetzen werden. Der zuständige Vizepremier Liu He wird nach Washington reisen. Damit werden die Verhandlungen auf eine höhere Ebene gebracht und in eine entscheidende Phase treten.

Zudem hellte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Jänner überraschend deutlich auf, wie der Indikator der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) belegte. Auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschten positiv. Der Philly-Fed-Index liege wieder weit im Expansionsbereich, und die Zahl der Erstanträge bleibe trotz des teilweisen Regierungsstillstands niedrig, betonte Experte Patrick Boldt von der Landesbank Helaba. „Insgesamt sollte der freundliche Konjunkturausblick somit nicht angezweifelt werden.“

Niedrigere Steuern und florierende Finanzmarktgeschäfte bescherten Morgan Stanley im vergangenen Jahr zwar Rekordergebnisse. Anleger reagierten aber enttäuscht auf das schwache Schlussquartal, so dass die Aktien um 5,6 Prozent einbüßten.

Der US-Klebstoffhersteller HB Fuller zogen nach Geschäftszahlen 1,6 Prozent höher.

Amerikanische Halbleiterunternehmen zeigten sich unterschiedlich stark beeindruckt von einem überraschend vorsichtigen Ausblick des Apple-Zulieferers Taiwan Semiconductor (TSMC): Während es für D um 1,7 Prozent bergab ging und Micron Technology ein Prozent verloren, hielt sich das Minus bei Intel mit 0,1 Prozent in Grenzen.

Dass Apple nach dem schlechter als erwartet gelaufenen Weihnachtsgeschäft offenbar auf die Bremse bei Neueinstellungen treten will, schreckte die Anleger nur wenig: Die Titel des iPhone-Herstellers sanken lediglich um rund 0,7 Prozent.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA464 2019-01-17/16:05




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