Letztes Update am Do, 17.01.2019 16:32

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestsicherung: Rückgang in Graz 2 - Kahr: „Schäbiges Ausspielen“



Graz (APA) - Die Grazer KPÖ-Chefin Elke Kahr hat die Veröffentlichung der nach Herkunft aufgegliederten Mindestsicherungszahlen am Donnerstag scharf kritisiert: „Inländer gegen Ausländer ausspielen ist was ganz Schäbiges.“ Damit würde Stadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) erst recht den sozialen Zusammenhalt untergraben. Hohensinner sei ein „Mitzündler“.

Kahr meinte, dass es, „egal ob In- oder Ausländer“, Menschen sind, denen es schlecht gehe. Viele der Mindestsicherungsbezieher seien krank oder so alt, dass sie kein Arbeitgeber mehr nehmen wolle. Mütter seien oft betroffen, weil Krabbelstuben fehlten, damit sie mehr arbeiten gehen könnten, meinte Kahr zur APA. Die Stadträtin räumte ein, dass es immer Menschen geben werde, die das System ausnutzen, aber viel mehr Sorge würden ihr große Konzerne bereiten, die Steuern hinterziehen. Wichtiger als die Debatte um In- oder Ausländer wäre es, dass genügend Arbeitsplätze, Kinderbetreuungsangebot und leistbare Wohnungen zur Verfügung stehen.




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