Letztes Update am Do, 17.01.2019 16:47

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UNO-Sondergesandter im Jemen beschossen



Sanaa (APA/dpa) - Der Sondergesandte für den Jemen, Patrick Cammaert, ist nach Medienberichten zusammen mit seinem Team in der Hafenstadt Hudaida beschossen worden. Die Vereinten Nationen teilten nach den Berichten über den Zwischenfall per Twitter mit, dass es Patrick Cammaert und seinem Team gut gehe.

Der saudi-arabische Sender Al-Arabiya berichtete am Donnerstag, der Konvoi des UNO-Sondergesandten sei in der Hafenstadt Hudaida (Hodeida) unter Feuer genommen worden. Aus jemenitischen Sicherheitskreisen hieß es, dass die Huthi-Rebellen das UNO-Team beschossen hätten, als dieses ein vom Krieg zerstörtes Gebäude in Hudaida inspiziert habe.

Im Jemen kämpft eine von Saudi-Arabien unterstützte Militärkoalition aufseiten der international anerkannten Regierung gegen die Huthi-Rebellen, die große Teile des Nordjemens besetzt halten und vom Iran unterstützt werden.

Unter Vermittlung der Vereinten Nationen hatten sich die Konfliktparteien im Jemen erst vor wenigen Wochen unter anderem auf eine Feuerpause für das lange Zeit heftig umkämpfte Hudaida geeinigt. Die Stadt am Roten Meer ist für die Versorgung des Landes von zentraler Bedeutung. Erst am Mittwoch hatte der UNO-Sicherheitsrat eine auf sechs Monate angelegte Beobachtermission beschlossen. Der ehemalige niederländische General Patrick Cammaert war bereits kurz vor Weihnachten mit einem Voraus-Team in den Jemen gereist.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA495 2019-01-17/16:42




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