Letztes Update am Do, 17.01.2019 17:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Morgan Stanley spürt Finanzmarktturbulenzen - Gewinn steigt trotzdem



~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA386 vom 17.01.2019 muss es im ersten Satz des letzten Absatzes richtig heißen: ... die Anfang Februar ihre Bücher öffnet. (nicht: Anfang Oktober) --------------------------------------------------------------------- ~ New York (APA/Reuters) - Auch die US-Investmentbank Morgan Stanley hat im vierten Quartal die Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten zu spüren bekommen. Wie das Institut am Donnerstag in New York mitteilte, gingen die Erträge im wichtigen Handel mit festverzinslichen Wertpapieren binnen Jahresfrist von 808 auf 564 Mio. Dollar (495,2 Mio. Euro) zurück.

Die Einnahmen aus dem Aktienhandel lagen mit rund 1,9 Mrd. Dollar in etwa auf Vorjahresniveau. Netto verdiente das Geldhaus zwischen Oktober und Dezember 1,53 Mrd. Dollar und damit mehr als doppelt so viel wie im Schlussquartal 2017. Damals hatten allerdings Vorzieheffekte im Zusammenhang mit der Unternehmenssteuerreform in den USA den Gewinn gedrückt.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten andere große US-Geldhäuser ihre Bilanzen veröffentlicht und unisono hohe Gewinne präsentiert - ebenfalls zu einem guten Teil als Folge der geänderten Steuergesetze in den USA. Ähnlich wie bei Morgan Stanley hinterließen aber die jüngsten Turbulenzen an den Kapitalmärkten auch bei Goldman Sachs, JP Morgan, der Citigroup oder der Bank of America Spuren in den Bilanzen der Institute.

Vor allem der Handel mit Anleihen schwächelte. Das lag unter anderem daran, dass der Renditeabstand zwischen kurzlaufenden und langlaufenden Bonds zuletzt immer kleiner geworden ist und Spekulationsgeschäfte mit Anleihen damit weniger attraktiv sind. Ganz im Gegensatz zu Aktien, deren Kurse stark schwankten, was Geschäfte wiederum für Banken attraktiv macht - zulasten der Anleihemärkte. Auch die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump war nicht positiv für den Anleihenmarkt, der noch stärker im Schatten der Aktienmärkte stand als normalerweise, weil sich die geänderten Vorschriften positiv auf die Unternehmen auswirkten und deren Aktien damit stärker in den Fokus der Anleger rückten.

Alles in allem kein wirklich gutes Omen für die in diesem Geschäftszweig traditionell stark vertretene Deutsche Bank, die Anfang Februar ihre Bücher öffnet. Am Donnerstag erklärte zudem die französische Großbank Societe Generale, dass sie im vierten Quartal einen Einbruch ihres Handelsgeschäfts um gut ein Fünftel erwartet.

~ ISIN US6174464486 WEB http://www.morganstanley.com/ ~ APA539 2019-01-17/17:54




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