Letztes Update am Fr, 18.01.2019 11:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Stichwort - Herkunftskennzeichnungen für Lebensmittel in der EU



Wien/Brüssel/Berlin (APA) - Österreich will nach den Vorbildern Italien und Frankreich die Herkunft der Hauptzutat von verarbeiteten Lebensmitteln kennezeichnen. Die EU regelt bereits einige Herkunftskennzeichnungen in verschiedenen Verordnungen und hat im gemeinschaftlichen Sinne wenig Freude mit nationalen Alleingängen.

EU-weit verpflichtend sind Herkunftskennzeichnungen für Frischfleisch, Eier und Haltungsform der Hühner, Obst, Gemüse, Honig, Olivenöl, Wein, Bioprodukten und Fisch.

Nicht vorhanden sind Pflicht-Kennzeichnungen für Milch und Milchprodukte und andere verarbeitete Produkte wie etwa Wurst, also Fleischprodukte.

Will ein Staat über die EU-Regeln hinausgehen, muss er der Kommission Folgeabschätzungen und Daten liefern, dass im eigenen Land die Zustimmung für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Produkte ausreichend groß ist. So soll heuer laut Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in Österreich eine Umfrage durchgeführt und eine Studie erstellt werden, damit die EU schlussendlich ihren Sanktus für die - bisher noch nicht konkretisierten - Austro-Pläne gibt.




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