Letztes Update am Fr, 18.01.2019 12:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Maas und Lawrow setzen auf Zusammenarbeit bei internationalen Themen



Moskau (APA/AFP) - Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) und sein russischer Kollege Sergej Lawrow haben sich bei ihren Gesprächen über den INF-Abrüstungsvertrag in Moskau für eine enge, internationale Zusammenarbeit ausgesprochen. „Wir haben in den letzten Monaten eine Vielzahl bilateraler Gespräche geführt, aber auch viele Initiativen gemeinsam gestartet“, sagte Maas am Freitag in der russischen Hauptstadt.

„Ich halte das für den richtigen Weg“, so Maas weiter. Berlin und Moskau sollten sich bei „internationale Themen eng miteinander abstimmen“, sagte Maas. Die bisherigen Gespräche mit Russland in diesem Bereich bezeichnete Maas als „konstruktiv“.

Als Mitglied im UN-Sicherheitsrat werde auf Deutschland zudem „mehr Verantwortung zukommen“, sagte der Minister. „Dieser Verantwortung wollen wir uns stellen.“

Auch Lawrow hofft nach eigenen Worten auf die „Weiterentwicklung unseres Austauschs“. „Unsere Zusammenarbeit über internationale und regionale Angelegenheiten gewinnt an Breite und Aktualität.“ Dies gelte umso mehr, da Deutschland seit Januar für zwei Jahre Mitglied im UN-Sicherheitsrat ist.

Bei dem Gespräch zwischen Maas und Lawrow sollte es neben dem INF-Vertrag auch um die Konflikte in der Ukraine und Syrien sowie die weitere russische Mitgliedschaft im Europarat gehen. Von Moskau reist Maas direkt nach Kiew, um mit dem ukrainischen Außenminister Pawlo Klimkin die Lage in der umkämpften Ostukraine zu erörtern.

Die USA haben Russland eine Frist im Februar gesetzt, um zu den Bestimmungen des Vertrags zurückzukehren. Nach Ansicht Washingtons und auch der Nato verstößt Russland mit seinem Raketensystem 9M729 gegen den Vertrag, der die Abschaffung aller bodengestützten, nuklear bestückbaren Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite über 500 Kilometer vorsieht.




Kommentieren