Letztes Update am Fr, 18.01.2019 12:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leipnik Lundenburger weiter gewachsen, Gewinn höher



Wien (APA) - Die zu Raiffeisen gehörende Beteiligungsholding Leipnik Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI) ist 2017/18 gewachsen und hat einen etwas höheren Gewinn erzielt. Im Bereich Mehl und Mühle wurden Umsatz, Betriebsergebnis und vermahlte Mengen trotz unterdurchschnittlicher Erntemenge gesteigert. Der Vending-Bereich hat deutlich zugelegt.

Der Umsatz der LLI, zu der die GoodMills Group und cafe+co gehören, stieg um 6,8 Prozent auf 1,06 Mrd. Euro, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das Ergebnis auf Konzernebene sei um 1,1 Prozent auf 75,36 Mio. Euro gestiegen.

Die Holding habe in den vergangenen Jahren tiefgreifende strukturelle Maßnahmen bei sich selbst und den Töchtern gesetzt, betonte LLI-Generaldirektor Ex-ÖVP-Chef und -Vizekanzler Josef Pröll in der heutigen Pressemitteilung. „Wir haben uns über die Jahre hinweg Schritt für Schritt von sachfremden Beteiligungen und betriebsfremdem Vermögen getrennt und konzentrieren uns heute erfolgreich auf unser Kerngeschäft im Agrar- und Lebensmittelbereich“. In den Kernbereichen Mehl & Mühle und Vending sei es gelungen, die Wettbewerbsfähigkeit als Lebens- und Genussmittel-Holding nachhaltig zu sichern. „Auf dieser Grundlage bin ich überzeugt, dass wir den bisherigen Erfolgskurs auch im laufenden Geschäftsjahr weiter verbessern können“, betonte Pröll.

Im Bereich Mehl & Mühle erhöhte die GoodMills Group - in Österreich mit der Marke „Fini‘s Feinstes“ vertreten - den Umsatz um 5,4 Prozent auf 828,77 Mio. Euro. Das operative Ergebnis stieg um 1,3 Prozent auf 22,54 Mio. Euro, „obwohl Erntemengen und Qualitäten vor allem aufgrund der Trockenheit der vergangenen Sommer unter dem langjährigen Durchschnitt lagen“, heißt es in der heutigen LLI-Mitteilung. Die Vermahlungsmenge sei in allen Ländern gehalten oder erhöht worden und insgesamt von 2,80 auf 2,92 Mio. Tonnen gestiegen.

Mit einer Investitionsoffensive in Polen und Deutschland wolle die GoodMills Group die Effizienz steigern und die Basis für nachhaltiges Wachstum legen. So werde im deutschen Krefeld „Europas modernste Mühle“ um knapp 80 Mio. Euro neu gebaut. In Angriff genommen würden auch neue Produktionen vor allem Couscous, Bulgur und proteinreiche Mehle.

Im Segment Vending legte der Umsatz um 12,5 Prozent auf 232,53 Mio. Euro zu. Das Wachstum wird vor allem auf das weiterhin überproportionale und über Plan liegende Kaltgetränke-/Snackwachstum sowie den begonnenen Ausbau des Gastrobereichs zurückgeführt. Das operative Ergebnis stieg um 4,5 Prozent auf 22,39 Mio. Euro. In die neue cafe+co-Zentrale in Wien-Inzersdorf wurden rund 15 Mio. Euro investiert. Knapp 20 Mio. Euro flossen in neue Geräte und die Weiterentwicklung des Serviceangebotes. Im laufenden Geschäftsjahr plant die café+co-Gruppe ein weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum. Investieren will der Automatenbetreiber unter anderem in neue Zahlungsmodule (bargeldlos mit Kreditkarte oder Bezahl-App) sowie Telemetrie-Einheiten zur Verbesserung des Kundenservice.

Für 2018/19 rechnet die LLI mit einer „weiterhin stabil positiven Entwicklung bei der café+co-Gruppe“. Der Ausblick auf die GoodMills Group könne „durchaus als angespannt angesehen werden“. Grund dafür sei die „in weiten Teilen Europas angespannte Weizenernte, zumal aufgrund des warmen und trockenen Wetters im vergangenen Sommer die Keimung der neuen Aussaat beeinträchtigt war und somit die Gefahr des Schädlingsbefalls des gelagerten Weizens erhöht ist“.

~ WEB http://www.lli.at

http://www.raiffeisen.at ~ APA255 2019-01-18/12:45




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