Letztes Update am Fr, 18.01.2019 15:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ex-Präsident der Elfenbeinküste bleibt noch bis 1. Februar in Haft



Den Haag/Abidjan (APA/AFP) - Der ehemalige Präsident der Cote d‘Ivoire (Elfenbeinküste), Laurent Gbagbo, bleibt noch bis mindestens 1. Februar im Gefängnis. Das teilte der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) am Freitag mit, der Gbabgo diese Woche freigesprochen hatte.

Die Richter hatten am Dienstag geurteilt, es gebe keine ausreichenden Beweise für den Vorwurf der Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen den 73-jährigen Gbagbo.

Dagegen legten die Staatsanwälte am Haager Gericht Berufung ein. Am 1. Februar soll es eine Anhörung zur Prüfung der Einwände der Staatsanwaltschaft geben, erklärten die Richter. Das gelte auch für Gbagbos ehemaligen Milizenchef Charles Ble Goude. Dieser war wie Gbagbo freigesprochen worden, blieb aber zunächst ebenfalls inhaftiert.

Gbagbo war der erste ehemalige Staatschef, der in Den Haag vor Gericht stand. Er musste sich seit 2016 wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Mordes, Vergewaltigung und der Verfolgung politischer Gegner bei blutigen Unruhen nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl 2010 verantworten. Während der Unruhen wurden in dem westafrikanischen Land mehr als 3.000 Menschen getötet.

Gbagbo befindet sich seit November 2011 im Gewahrsam des Haager Gerichts. Goude war im Jänner 2013 in Ghana festgenommen und anschließend ausgeliefert worden.

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