Letztes Update am Fr, 18.01.2019 17:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gewalt an Frauen - Gewaltschutzzentren begrüßten Annäherungsverbot



Wien (APA) - Der Bundesverband der Gewaltschutzzentren hat am Freitagnachmittag die von der Regierung geplante Maßnahme eines Annäherungsverbotes begrüßt. Durch Betretungsverbote seien die Betroffenen bisher nur in ihrer Wohnung, bzw. in Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen geschützt gewesen, hieß es in einer Aussendung. Dieser Schutz müsse „natürlich weiterhin gewährleistet sein“.

„Durch eine zusätzliche Bannmeile können sich die von Gewalt betroffenen Personen auch außerhalb dieses Bereiches bewegen und genießen dabei den Schutz des Betretungsverbots“, wurde betont. Auch eine leichter zu merkende Notrufnummer für gewaltbetroffene Frauen ist laut den Gewaltschutzzentren „ein guter Ansatz“. Es könnte jedoch die bestehende Frauenhelpline-Nummer vereinfacht werden, anstatt mehr Verwirrung zu erzeugen. In wirklichen Notsituationen sei es ohnehin notwendig den Notruf der Polizei zu betätigen.

Die Möglichkeit der bundesländerübergreifenden Unterbringung von Betroffenen in Frauenhäusern ist ein wichtiger Schritt, betonte Marina Sorgo Bundesverbandsvorsitzende der Gewaltschutzzentren und Interventionsstellen Österreichs. Speziell bei Hochrisikofällen ist der Schutz oft erst dann gewährleistet, wenn die bedrohte Frau in ein anderes Bundesland flüchtet, erläuterte sie.




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