Letztes Update am Sa, 19.01.2019 05:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kuba hält Zukunft von ELN-Kommandanten noch offen



Havanna (APA/dpa) - Kuba möchte sich zu den Haftbefehlen gegen Kommandanten der kolumbianischen Guerillaorganisation ELN mit den Verhandlungsparteien und weiteren Ländern besprechen. „Kuba wird die zwischen der Regierung (Kolumbiens) und der ELN unterzeichneten Protokolle für den Friedensdialog streng einhalten, einschließlich des Protokolls für den Fall der Unterbrechung der Verhandlungen“, schrieb der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Nach dem schweren Bombenanschlag mit 21 Toten auf eine Polizeiakademie hatte Kolumbiens Regierung harte Maßnahmen gegen die ELN angekündigt. Die im Zuge der Friedensgespräche ausgesetzten Haftbefehle gegen die Führungsriege der Rebellengruppe würden wieder in Kraft gesetzt, sagte Präsident Iván Duque. Er bat alle Staaten um die Festnahme der ELN-Kommandanten. Die Mitglieder des ELN-Oberkommandos halten sich auch immer wieder in Kuba auf.

Am Donnerstag waren bei einem Anschlag auf eine Polizeischule in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá 21 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Kurz nach einer Zeremonie zur Beförderung von Kadetten hatte ein Mann ein mit Sprengstoff beladenes Auto auf das Gelände der Polizeiakademie General Santander im Süden der Millionenmetropole gefahren und zur Detonation gebracht. Die Regierung machte die ELN für den Anschlag verantwortlich. Die ELN hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert.




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