Letztes Update am Sa, 19.01.2019 18:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Trump verteidigt nach Anschlag Abzugspläne aus Syrien



Washington (APA/dpa) - Nach einem Selbstmordanschlag mit amerikanischen Todesopfern verteidigt US-Präsident Donald Trump den von ihm angekündigten Abzug der US-Truppen aus Syrien. Seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren seien 99 Prozent des von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehaltenen Territoriums zurückerobert worden, sagte Trump am Samstag vor seinem Abflug zur Luftwaffenbasis Dover im US-Staat Delaware.

Dort wollte Trump mit Angehörigen der vier bei dem Anschlag getöteten US-Bürger zusammenkommen. Vor seinem Abflug sagte er, die USA töteten IS-Kämpfer „für Russland, für den Iran, für Syrien, für den Irak“ und hätten dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad „einen sehr großen Gefallen“ getan. Trump fügte mit Blick auf den angekündigten Abzug hinzu: „Irgendwann will man unsere Leute zurück nach Hause bringen.“ Ein konkreter Zeitplan ist weiterhin nicht bekannt.

Das Pentagon identifizierte drei der US-Toten: Eine Soldatin, einen Soldaten und einen zivilen Vertragsmitarbeiter des Ministeriums. US-Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem vierten Toten um eine Übersetzerin mit syrischen Wurzeln. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben insgesamt mindestens 18 Menschen bei dem Anschlag am Mittwoch in der von Kurden kontrollierten Stadt Manbij. Der IS reklamierte die Tat für sich.




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