Letztes Update am Sa, 19.01.2019 19:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Skispringen: ÖSV-Springer schrammten 2 - Freude bei Kraft, DSV-Ärger



Zakopane (APA/dpa) - „Es hat heute echt richtig Spaß gemacht wieder einmal“, meinte Stefan Kraft. „Da ist man immer bei den anderen mehr nervös. Das war heute richtig geil wieder einmal, ein richtig cooler Wettkampf.“ Der Sieg für Deutschland sei verdient gewesen, ließ Kraft keinen Zweifel. Ohne den Sturz von David Siegel „wären sie sicher 20, 30 Punkte vorne gewesen“.

ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder zeigte sich mit der Mannschaftsleistung „sehr zufrieden“, es seien alle vier „herzerfrischend gesprungen“. Jan Hörl „hat einen Super-Job gemacht. Für das erste Mal, dass er dabei war, hat er eigentliche tolle Sprünge gezeigt.“ Hörl habe einen „coolen Wettkampf“ gemacht, befand auch Kraft, der Siegel „alles Gute“ wünschte. Felder hoffte, dass sich der Deutsche nicht verletzt hat: „Das wäre wirklich schade, weil man hätte eigentlich nach dem Eisenbichler (mit der Anlauflänge/Anm.) runtergehen sollen.“

Geschockt waren die deutschen Kollegen. „Das ist kacke. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen“, meinte Markus Eisenbichler sichtlich mitgenommen im ARD-Interview. Der deutsche Bundestrainer Werner Schuster zeigte sich ebenfalls erschrocken - und sauer: „Ich denke es ist ein Fehler des Athleten, aber es war auch ein Fehler der Jury“, sagte der Österreicher.

Auch er war der Ansicht, dass nach dem Satz von Eisenbichler auf 143 Meter im zweiten Durchgang der Anlauf verkürzt hätte werden müssen. „Ich will nicht zu weit vorgreifen, aber ich glaube, wir haben diesen Athleten für die Saison verloren“, sagte Schuster, der von einer schweren Knieverletzung ausging. Siegel wurde am Samstagabend in einem Krankenhaus untersucht.




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