Letztes Update am Mo, 21.01.2019 12:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Republik Palau machte Anerkennung des Kosovo rückgängig



Belgrad/Prishtina (Pristina) (APA) - Die Republik Palau ist laut serbischen Medienberichten der 13. Staat, der seine Anerkennung des Kosovo rückgängig gemacht hat. Zuvor hatten dies laut Angaben des serbischen Außenministeriums Surinam, Sao Tome und Principe, Guinea-Bissau, Burundi, Papua-Neuguinea, Liberia, Lesotho, Grenada, Dominica, die Komoren, Madagaskar und die Salomon-Inseln getan.

Belgrad sei bemüht, eine bessere Startposition im Normalisierungsdialog mit Prishtina für Serbien zu schaffen, sagte Präsident Aleksandar Vucic gegenüber dem staatlichen TV-Sender RTS. Er meinte allerdings, dass es schwierig wäre, die genaue Zahl der Staaten festzustellen, welche den Kosovo anerkannt hätten. Es habe verschiedene Manipulationen gegeben, so Vucic. Nach Angaben des kosovarischen Außenministeriums ist der jüngste Staat Europas von 116 Staaten anerkannt worden.

Der Präsident der Republik Palau, Thomas Remengesau, wurde unterdessen am Montag in Belgrad von Vucic empfangen.

In einer indirekten Reaktion auf die Aussage des kosovarischen Präsidenten Hashim Thaci, der am Samstag gegenüber der APA die Pläne für einen Gebietsaustausch mit Serbien als beste Möglichkeit bezeichnete, den EU- und NATO-Beitritt voranzutreiben, meinte Vucic gegenüber RTS am Montag, dass er „zu schwierigen Entscheidungen“ bereit wäre. Was darunter zu verstehen ist, präzisierte Vucic nicht. Er sagte jedoch, dass er kein Optimist sei, was das Erzielen einer endgültigen Lösung für den Kosovo angehe.

Serbiens Präsident hatte im vergangenen Sommer für eine „Grenzziehung mit den Kosovo-Albanern“ plädiert, ohne den Vorschlag zu erläutern. In der Öffentlichkeit wurde er als Einsatz für einen Gebietsaustausch zwischen Serbien und dem Kosovo verstanden.




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