Letztes Update am Fr, 25.01.2019 14:19

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Papst nimmt Rücktritt von Kardinal Cipriani aus Lima an



Lima/Vatikanstadt (APA) - Papst Franziskus hat den altersbedingten Rücktritt von Kardinal Juan Luis Cipriani Thorne als Erzbischof von Lima in Peru angenommen. Zum Nachfolger an der Spitze der Hauptstadt-Erzdiözese, die Cipriani seit 1999 leitete, ernannte er den peruanischen Geistlichen und Theologieprofessor Carlos Castillo Mattasoglio (68). Das teilte der Vatikan laut Kathpress am Freitag mit.

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Im August 2018 prüfte die Staatsanwaltschaft offenbar Vorermittlungen gegen Cipriani sowie drei weitere Personen. Peruanische Medien berichteten damals von einem Anfangsverdacht versuchter Vertuschung in Missbrauchsfällen um den Gründer der rechtskonservativen geistlichen Gemeinschaft „Sodalitium Christianae Vitae“. Diese wurde 1971 von Luis Fernando Figari in Peru als Gegenbewegung zur Theologie der Befreiung gegründet und unter Johannes Paul II. (1978-2005) vom Vatikan anerkannt.

Weltweit bekannt wurde Cipriani 1997 durch seine Vermittlung zwischen der peruanischen Regierung und Guerilleros bei der Besetzung der japanischen Botschaftsresidenz in Lima. Die 126 Tage dauernde Besetzung wurde mit der Erstürmung des Gebäudes und der Erschießung aller Guerilla-Kämpfer beendet.

Kardinal Cipriani war im Dezember 75 Jahre alt geworden. Mit Erreichen dieser Altersgrenze müssen Bischöfe dem Papst gemäß dem Kirchenrecht ihren Amtsverzicht anbieten. Dieser belässt die Leiter wichtiger Diözesen jedoch oft weiter im Amt.

Cipriani trat 1962 ins Opus Dei ein, für das er 1977 als Spätberufener mit 33 Jahren zum Priester geweiht wurde. Später war er Vikar des Opus Dei für ganz Peru.




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