Letztes Update am Di, 29.01.2019 11:41

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesundheit: Seniorenbund will mehr Geld für Hausärzte



Wien (APA) - Höhere Honorare und Arbeiten über 70: Unter anderem damit will Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec einem drohenden Ärztemangel entgegenwirken. Zudem will sie die Primärversorgungszentren vorantreiben und den Turnus in den Spitälern aufwerten.

Ähnlich der SPÖ, die heute zum Thema eine Sondersitzung des Nationalrats einberufen hat, befindet die ÖVP-Politikerin in einem Schreiben, dass es nicht zu wenig Ärzte und zu wenig finanzielle Mittel gebe sondern eine falsche Verteilung im System: „Die Investitionen fließen in den Spitalsbereich und fehlen im niedergelassenen Bereich.“ So seien die Wartezeiten für niedergelassene Fachärzte in vielen Bundesländern indiskutabel.

Attraktiver müssen nach Ansicht Korosecs die Ärzteeinkommen werden. Zu diskutieren wären etwa wie in Deutschland österreichweite ärztliche Grundpauschalen für Hausärzte. Ärztliche Leistungen für Gesundheitsberatung und Prävention sollen honoriert werden. Bei Nachweis der durchschnittlichen Versorgungswirksamkeit soll ohne Antrag weitergearbeitet werden, auch wenn das 70. Lebensjahr bereits erreicht ist. Eine entsprechende Regelung gibt es bereits in Wien.

Schließlich tritt die Seniorenbund-Chefin dafür ein, den Turnus aufzuwerten, damit sich junge Mediziner wieder zutrauen, eigene Praxen zu eröffnen. Dabei brauche es etwa pro Spitalsabteilung ein verpflichtendes Visitations-Zimmer für Turnusärzte, um eine angeleitete Patientenbetreuung von der Aufnahme bis zur Heilung zu erlernen. Tätigkeiten wie Blut-Abnahme oder EKGs sollten wieder von Schwestern durchgeführt werden.




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