Letztes Update am Do, 07.02.2019 12:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bessere Arbeitsbedingungen für atypisch Beschäftigte in EU



Brüssel (APA) - Transparentere und verlässlichere Arbeitsbedingungen für atypisch Beschäftigte soll es künftig in der EU geben. Kommission, Rat und Parlament einigten sich am Donnerstag auf den Vorschlag der Brüsseler Behörde. EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen erklärte, dank dieser Initiative würden mehr Arbeitnehmer in ganz Europa geschützt.

Dies sei vor allem durch die wachsende Zahl von Menschen, die in neuen prekären Beschäftigungsverhältnissen tätig seien, wesentlich. Dazu zählten sogenannte „Flexijobs“, Abrufverträge oder Hausangestellte. Alle Mitarbeiter würden nun von Beginn ihres Beschäftigungsverhältnisses an wissen, welche Rechten und Pflichten sie haben. „Die Arbeitnehmer haben das Recht, mit ihrem Arbeitgeber zu vereinbaren, in welchem Zeitraum sie sich bereithalten müssen und wie lange vorher der Arbeitgeber ihnen Bescheid geben muss“, betonte Thyssen.

Arbeitnehmer mit Abrufarbeitsverträgen dürften künftig nicht mehr entlassen werden, wenn sie sich weigern, sehr kurzfristig zur Arbeit zu kommen. Arbeitgeber dürfen auch Beschäftigten mit Nullstundenverträgen nicht mehr untersagen, eine zusätzliche Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber aufzunehmen.

Die vorläufige Einigung muss vom EU-Parlament und vom Rat noch formell angenommen werden.




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