Letztes Update am Do, 07.02.2019 12:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


S Kärnten rechnet auch für heuer mit sinkender Arbeitslosigkeit



Klagenfurt (APA) - Nach einem Beschäftigungsrekord im vergangenen Jahr und durchgängig sinkenden Arbeitslosenzahlen rechnet das Arbeitsmarktservice Kärnten auch für heuer mit einem weiteren Rückgang bei der Arbeitslosigkeit. S-Chef Franz Zewell erklärte am Donnerstag vor Journalisten, die positive Entwicklung ziehe sich quer durch die Branchen, aber auch durch die Bezirke.

214.017 Menschen waren in Kärnten im vergangenen Jahr beschäftigt, so viele wie noch nie. Gegenüber 2017 ist das ein Plus von 3.664 oder 1,7 Prozent. Gestiegen ist auch die Zahl der offenen Stellen (4.114), und zwar gleich um 31,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresschnitt bei 9,2 Prozent und damit das erste Mal seit 2012 wieder unter der Zehn-Prozent-Marke. Für heuer rechnet das AMS mit einer Abnahme der Arbeitslosigkeit um 2,8 Prozent und einer Zunahme der Beschäftigten im Ausmaß von 2.200 Personen.

Stark zurückgegangen ist 2018 die Jugendarbeitslosigkeit (minus 18,6 Prozent) und auch bei den Arbeitslosen über 50 gab es einen Rückgang, wenn auch nur um 2,6 Prozent. Bei den Langzeitarbeitslosen über 50 wurde ein kleines Minus von 0,8 Prozent registriert. Seit Oktober steigen die Zahlen aber wieder. „Damit ist der Effekt der Aktion 20.000 leider verpufft“, sagte Zewell. Derzeit seien aus diesem Titel in Kärnten noch 300 Menschen in Beschäftigung, das laufe aber Ende Juni aus. Zewell rechnet damit, dass etwa die Hälfte weiterbeschäftigt wird, „die anderen werden halt wieder vor unserer Tür stehen“.

Die Budgetkürzungen treffen das AMS Kärnten mit einem Rückgang von 17,7 Prozent, statt 87,7 Mio. Euro stehen dieses Jahr insgesamt 72,2 Mio. Euro zur Verfügung. Für Qualifizierung sind 40,7 Mio. Euro veranschlagt (minus 8,2 Mio.), für den Bereich Beschäftigung 24,6 Mio. (minus 5,6 Mio.) und für Unterstützung 6,9 Mio. Euro (minus 1,7 Mio.). Einen Schwerpunkt legt das AMS heuer auf die Wiedereingliederung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in den Arbeitsmarkt, dafür sind rund 4,5 Mio. Euro veranschlagt.

Umsetzen wird diese Maßnahmen größtenteils bereits ein neuer Landesgeschäftsführer, Franz Zewell geht Ende April in Pension. „Nach 40 Jahren beim AMS“, wie er zum Abschied erklärte. Die Ausschreibung des Postens ist noch ausständig, sie muss bis spätestens einen Monat nach dem Ausscheiden des jetzigen Geschäftsführers erfolgen.




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