Letztes Update am Do, 07.02.2019 13:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Venezuela-Krise - Auch Guaidó richtet Appell an Papst



Caracas/Rom/Vatikanstadt (APA) - Nach Venezuelas Präsident Nicolás Maduro richtet jetzt auch der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó einen Appell an Papst Franziskus und bittet um dessen Einsatz, damit es im Land so rasch wie möglich zu freien Wahlen kommt. „Ich wäre glücklich, den Heiligen Vater in unserem Land zu empfangen“, sagte Guaidó im Interview mit dem italienischen TV-Sender Sky TG24 am Donnerstag.

Zu Wochenbeginn hatte Maduro den Papst zur Vermittlung in der venezolanischen Krise aufgerufen. Der Papst prüfe den Willen aller Seiten in Venezuela, einen Dialog zu starten, verlautete am Donnerstag aus dem Vatikan.

„Der Papst prüft, ob die Bedingungen für eine Vermittlung vorhanden sind“, sagte der interimistische Papst-Sprecher Alessandro Gisotti nach Medienangaben vom Donnerstag. Ganz grundsätzlich sei der Vatikan bereit, in der Krise zu helfen und zu vermitteln. Im Machtkampf in Venezuela hatte sich Guaidó vor knapp zwei Wochen selbst zum Übergangspräsidenten erklärt und Staatschef Maduro damit offen herausgefordert.




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