Letztes Update am Do, 07.02.2019 14:41

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sozialamtsleiter erstochen - Bis 2024 Schleusen in allen oö. BHs



Linz (APA) - In Oberösterreich sieht man nach der Bluttat an einem Vorarlberger Sozialamtsleiter keinen weiteren Handlungsbedarf. Denn es gibt bereits ein Konzept, laut dem bis 2024 alle Bezirkshauptmannschaften (BH) mit Metalldetektorbögen und Gepäcks-Röntgengeräten ausgestattet werden sollen. Dieses wird gerade ausgerollt.

In der BH Kirchdorf ist eine derartige Sicherheitsschleuse seit Februar des Vorjahres in Betrieb, in der BH Linz-Land seit September und im Landhaus, dem Sitz der Landesregierung und des Landtags, seit Dezember. Davor war dort bereits ein Sicherheitsbediensteter eingesetzt. In Kirchdorf läuft gerade der Testbetrieb, die anderen Bezirksbehörden sollen sukzessive bis 2024 ausgestattet werden.

Bereits 2012 hat das Land mit einer Firma einen Vertrag über zwei mobile Metalldetektorbögen abgeschlossen, die binnen sechs Stunden eingesetzt werden können. Zudem schult das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung die Beamten laufend im Umgang mit potenziell gefährlichen Kunden.

„Diverse Vorfälle in der Vergangenheit und auch die bereits erfolgten Personen- und Gepäckkontrollen haben gezeigt, dass solche Kontrollen heutzutage leider notwendig sind“, betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). Auch wenn es laut Land keinen einzelnen Anlassfall für den Start des Sicherheitskonzeptes gegeben habe. Seit Beginn der Sicherheitskontrollen seien 124.135 Personen kontrolliert und 24 Faustfeuerwaffen, 3.556 Stichwaffen sowie 399 Pfeffersprays gefunden worden.




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