Letztes Update am Do, 07.02.2019 17:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kurdisch-arabisches Bündnis zerschlägt IS-Schläferzellen in Raqqa



Raqqa (Al-Raqqa) (APA/AFP) - Ein kurdisch-arabisches Bündnis hat bei einem Einsatz gegen Schläferzellen der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im nordsyrischen Raqqa 63 mutmaßliche Jihadisten festgenommen. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) teilten am Donnerstag mit, die Festgenommenen hätten zu „Terrorzellen gehört, die direkt für die Verbreitung von Terror und Chaos verantwortlich sind“.

Raqqa war 2017 von der SDF erobert worden, doch gibt es immer wieder Anschläge in der Stadt.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte waren unter den Festgenommenen mindestens 48 mutmaßliche IS-Kämpfer. Zudem seien auch Kämpfer rivalisierender Gruppen gefasst worden, erklärte die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien, die sich auf ein breites Netz an Aktivisten vor Ort stützt. Demnach sind die Festnahmen Teil eines groß angelegten Einsatzes gegen IS-Zellen in den SDF-kontrollierten Gebieten.

Laut der Beobachtungsstelle wurden seit vergangenem August in den Gebieten der kurdisch-arabischen Allianz im Nordosten Syriens mindestens 135 SDF-Kämpfer und 50 Zivilisten bei IS-Anschlägen getötet. Erst im Jänner starben bei zwei Selbstmordanschlägen auf Militärkonvois in der nordsyrischen Stadt Manbij sowie in der Provinz Hassakah 24 Menschen, darunter vier US-Militärangehörige. Zu den Angriffen bekannte sich die IS-Miliz.




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