Letztes Update am Fr, 08.02.2019 06:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schirn Kunsthalle zeigt Gironcolis monumentale „Prototypen“



Frankfurt (APA) - Die Schirn Kunsthalle Frankfurt zeigt in ihrer neuen Ausstellung „Bruno Gironcoli. Prototypen einer neuen Spezies“ monumentale Skulpturen des 2010 verstorbenen österreichischen Künstlers. Von 13. Februar bis 12. Mai ist eine Auswahl aus dem Spätwerk des bedeutenden Bildhauers zu sehen. Die Schirn Kunsthalle schließt damit an die Skulpturenschau des mumok im vergangenen Jahr an.

Obgleich Gironcoli mit seinem „eigenwilligen, singulären Œuvre ganze Generationen von Künstlern prägte“ und international viel prominent ausgestellt wurde, sei der Bildhauer „in Deutschland leider immer noch viel zu wenig bekannt“, so Philipp Demandt, Direktor der Schirn, in einer Aussendung. Die Werkschau seiner Großskulpturen soll eine Schaffensphase des Künstlers zugänglich machen, die im Jahr 1977 einsetzte - als Bruno Gironcoli die Leitung der Bildhauerschule der Akademie der bildenden Künste in Wien übernahm. Bis 2004 entstanden in einer neuen großzügigen Ateliersituation raumfüllende und oft raumsprengende Skulpturen, seine „Prototypen“, getaucht in Oberflächen aus Gold, Silber und Kupfer.

„Die Eigenschaft der Prototypen ist das Dazwischen. Sie sind gegenständlich und abstrakt, fremdartig und vertraut zugleich. Sie sind Avantgarde und irgendwie auch volkstümlich, großmäulig monumental und fein gedacht. Sie sind der entschieden ausgeformte Raum zwischen den Dingen, Moden und Zeiten,“ so Kuratorin Martina Weinhart. Die Schirn präsentiert in Summe sechs der Prototypen - sowohl im Innen-, als auch im Außenraum. Das mumok hatte im Frühjahr 2018 25 Gironcoli-Skulpturen seinem zeichnerischen und malerischen Werk gegenübergestellt.

(S E R V I C E - www.schirn.de)




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