Letztes Update am Fr, 08.02.2019 13:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski-WM: Siebenhofer gewann Kombi-Abfahrt - Gold-Duell Holdener-Vlhova



Aare (APA) - Das Duell um die Goldmedaille bei der Alpinen Kombination der Damen am Freitag in Aare heißt erwartungsgemäß Wendy Holdener aus der Schweiz gegen Petra Vlhova aus der Slowakei. Holdener nimmt nach der Abfahrt auf verkürzter Strecke 0,30 Sekunden Vorsprung auf Vlhova in den Slalom (ab 16.15 Uhr/live ORF eins) mit. Ramona Siebenhofer gewann die Abfahrt, Ricarda Haaser hatte 0,61 Sekunden Rückstand.

Siebenhofer lag bei Schneefall nur 0,01 Sekunden vor Ilka Stuhec (SLO), es folgten Ragnhild Mowinckel (NOR/0,06), Corinne Suter (SUI/0,34), Holdener (0,42), Federica Brignone (ITA/0,60) und Haaser auf den Plätzen zwei bis sieben. Lindsey Vonn, die zeitgleich mit Vlhova (je 0,72) Achte wurde, fuhr nur zu Trainingszwecken für die Spezialabfahrt mit. Ihre US-Landsfrau Mikaela Shiffrin hatte auf ein Antreten verzichtet, die Olympia-Zweite und Slalom-Serien-Weltmeisterin wäre die Topfavoritin gewesen.

Titelverteidigerin Holdener hatte gehofft, in der Abfahrt noch mehr rauszuholen. „Ich probiere jetzt im Slalom, noch einmal alles zu geben“, kündigte die 25-Jährige an. Vlhova indes war mit ihrem Rückstand sehr zufrieden. „Ich habe probiert, den Ski gehen zu lassen, das ist mir gelungen. Im Slalom ist jetzt alles offen“, betonte die 23-Jährige.

Nur Außenseiterchancen hat Siebenhofer, das flache Slalomgelände komme ihr aber entgegen. „Ich bin über den Slalom in den ÖSV gekommen, es ist zwar schon lange her, aber man verlernt es nicht. Um mit einer Wendy mitzuhalten, wird es aber nicht reichen“, meinte die 27-jährige Steirerin. Ihre Abfahrt sei nicht ganz perfekt gewesen, die optimale Fahrt soll dann am Sonntag gelingen, wenn das Spezialrennen steigt.

Ein Patzer kostete Ricarda Haaser eine bessere Zeit. „Rechnen brauchen wir nicht, natürlich ist das nicht günstig. Ich bin schon auf Angriff gefahren, aber man muss sich die kleinen Wackler sparen, wenn man hier ganz vorne sein will“, erklärte die 25-jährige Tirolerin.

Christina Ager kämpfte sich nach ihrer Erkrankung als 16. ins Ziel (1,31). „Es war sehr anstrengend. Für mich ist die Leistung sehr okay, ich werde jetzt all meine Kräfte für den Slalom zusammennehmen“, versprach die 23-Jährige. Franziska Gritsch, Österreichs beste Slalomfahrerin in diesem Quartett, nimmt als 29. der Abfahrt 2,09 Sekunden Rückstand mit in den Slalom. Die 21-Jährige könnte sich dank ihrer guten Startnummer zwei im Torlauf aber noch weit nach vorne arbeiten. „Ich habe hier nichts zu verlieren“, kündigte die Tirolerin „volle Attacke“ an.




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