Letztes Update am Fr, 08.02.2019 13:56

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nach Dammbruch in Brasilien: Sicherheitsbedenken wegen anderer Minen



Rio de Janeiro (APA) - Zwei Wochen nach dem Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien mit bisher 150 bestätigten Todesopfern haben die Behörden wegen Sicherheitsbedenken mehrere Gemeinden rund um weitere Bergwerke der Region evakuiert. Etwa 500 Menschen aus der Ortschaft Barao de Cocais im Bundesstaat Minas Gerais seien in Sicherheit gebracht worden, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit.

Zuvor hatten Prüfer dem Damm der stillgelegten Eisenerzmine Gongo Soca ein Stabilitätszertifikat verweigert. Der Bergbaukonzern Vale teilte mit, es handle sich um eine vorbeugende Sicherheitsmaßnahme.

Zudem wurden in der Nähe der Mine Serra Azul des Stahlkonzerns ArcelorMittal in Itatiaiucu etwa 200 Menschen in Sicherheit gebracht. Nach einem Stresstest am Damm der Mine seien weitere Sicherheitsprüfungen nötig, teilte das Unternehmen mit. Wann die Anrainer wieder in ihre Häuser zurückkehren können, war zunächst unklar.

Am 25. Jänner war der Damm an der Mine Corrego do Feijao des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale gebrochen. Eine Schlammlawine rollte über Teile der Anlage und benachbarte Siedlungen nahe der Ortschaft Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais hinweg, sie begrub Menschen, Häuser und Tiere unter sich. Insgesamt ergossen sich rund zwölf Millionen Kubikmeter Schlamm auf eine Fläche von etwa 290 Hektar - das entspricht gut 400 Fußballfeldern.




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