Letztes Update am Fr, 08.02.2019 14:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Neffentrick“ im Burgenland zweimal gescheitert



Neusiedl am See/Eisenstadt (APA) - Im Burgenland haben Betrüger wieder einmal versucht, mit dem Neffentrick abzukassieren. Unbekannte meldeten sich in den vergangenen Tagen telefonisch bei einer 92-jährigen Frau im Bezirk Neusiedl am See sowie einer 85-Jährigen im Bezirk Eisenstadt-Umgebung und gaben vor, dringend 20.000 Euro für den Wohnungskauf zu benötigen. Beide Male scheiterte der Versuch, berichtete die Polizei am Freitag.

Die Frauen - die 92-Jährige wurde am Telefon von dem Unbekannten mit „Hallo, Uromi“ angesprochen - sagten den Anrufern, dass sie nicht so viel Geld hätten und eine solche Summe auch nicht beschaffen könnten. Bei der 85-Jährigen meldete sich der Anrufer anschließend noch ein zweites Mal und verlangte laut Landespolizeidirektion Burgenland eindringlich Geld. Daraufhin meldete die Frau den Vorfall der Polizei.

Telefonate, bei denen verlangt wird, jemand mit Geld auszuhelfen, sollten sofort beendet werden, rät die Kriminalprävention. Man sollte sich auch auf keine Diskussionen einlassen, sondern dem Gegenüber entschieden klar machen, dass auf seine Forderung bzw. sein Angebot nicht eingegangen wird.

Betroffene sollten niemand ins Haus oder ihre Wohnung lassen, den sie nicht kennen. Eine Kontaktaufnahme sollte nur per Gegensprechanlage oder unter Verwendung der Türsicherungskette bzw. des Sicherungsbügels erfolgen. Hilfreich für eine spätere Personenbeschreibung ist es, sich das Aussehen der Person genau einzuprägen. Nach Möglichkeit sollte man Details wie Kennzeichen und Marke, Type sowie Farbe des vermutlichen Täterfahrzeuges notieren und umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten.




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