Letztes Update am Fr, 08.02.2019 16:20

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Eisschnelllauf: Weltmeisterschaften sollen gebündelt werden



Inzell (APA/dpa/sda) - Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften werden in dieser Saison wohl letztmalig in Sprint-, Einzelstrecken- und Mehrkampf-Titelkämpfe gesplittet. Bei einem Kongress in Salzburg rund um die laufende Inzell-WM hat der Internationale Verband (ISU) konkretisiert, dass es in der nächsten Saison nur noch zwei statt drei Termine mit Welttitelkämpfen geben soll. Ab 2020/21 könnte auf eine WM gebündelt werden.

Fix ist bereits, dass im Winter 2019/20, die Mehrkampf- und Sprint-WM auf ein Wochenende gelegt werden, wie es auf Europa-Ebene bereits der Fall ist. Da hat die Tirolerin Vanessa Herzog am zweiten Jänner-Wochenende in Klobenstein in Südtirol EM-Gold im Sprint-Vierkampf geholt. Sprint-Titel werden da nur in den ungeraden Jahren vergeben, EM-Medaillen auf Einzelstrecken in geraden Jahren.

Auf WM-Ebene soll aber schon in der übernächsten Saison das Motto „Aus 3 mach 1“ gelten, alle WM-Bewerbe also an einem Ort in einer Woche ablaufen. Offen ist abgesehen von der genauen Dauer die Gestaltung der neuen Titelkämpfe. Angedacht ist, dass Athleten die Chance bekommen, auf allen vier Distanzen anzutreten, der Beste auf allen vier Strecken der neue Mehrkampf-Weltmeister ist.

Noch unklar ist zudem, ob das 500- und 1000-m-Rennen auf der Einzelstrecke auch in die Wertung für die Sprint-WM eingehen sollen und ob beide Strecken zur Titelvergabe wie bisher üblich ein zweites Mal gelaufen werden. Die definitiven Abläufe und die Vergabe der ersten „neuen“ Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften soll am nächsten ISU-Kongress im Sommer 2020 in Thailand erfolgen.




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