Letztes Update am Fr, 08.02.2019 18:50

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Eisschnelllauf: Nachgefragt bei 500-m-Weltmeisterin Vanessa Herzog



Inzell (APA) - Nachgefragt bei Eisschnellläuferin Vanessa Herzog, seit Freitag Einzelstrecken-Weltmeisterin über 500 m:

Frage: Gratulation zu diesem tollen Erfolg. War es das perfekte Rennen?

Vanessa Herzog: „Schon, ja. Ich war recht nervös nach dem Fehlstart von der Brittany (Bowe, Anm.). Dann bin ich gut weggekommen, es war meine schnellste Startzeit. Und die Runde war einfach nur geil.“

APA: Wie haben Sie dem nervlichen Druck standgehalten?

Herzog: „Ich habe mein Handy die letzten zwei Tage ausgeschaltet gehabt, um mich nur auf den Sport konzentrieren zu können und nichts rundherum.“

Frage: Wie waren die Minuten nach ihrem Lauf bis zur Gold-Entscheidung?

Herzog: „Das war ein ganz schönes Zittern. Ich habe gesagt, ich kann nicht hinschauen. Ich habe gewusst, es wird sehr, sehr knapp. Sie hätte aber 10,2 (Startzeit 2/10 schneller als Herzog, Anm.) starten müssen, um mich zu schlagen. Denn in der Runde bin ich schneller, sie ist am Start schneller. Ich war trotzdem sehr nervös die ganze Runde und habe nur abgewartet.“

Frage: Wie waren die Reaktionen der anderen Konkurrentinnen zum Gold-Gewinn?

Herzog: „Alle haben sich voll gefreut. Auch vielleicht, weil die Nao (Kodaira/JPN, Anm.) 37 Rennen ungeschlagen war. Das macht mich schon stolz. Das macht den Titel spezieller.“

Frage: Was kann diese Goldmedaille für den Eisschnelllauf-Sport in Österreich bedeuten?

Herzog: „Das war gut, dass sie es schon jetzt im Fernsehen übertragen haben und ich hoffe, dass sie in Zukunft noch mehr Rennen von mir übertragen werden. Da sehen die Leute, was ist eigentlich Eisschnelllaufen.“

Frage: Mit welchen Erwartungen gehen Sie nach Ihrem nun bisher größten Erfolg in das 1.000-m-Rennen?

Herzog: „Schauen wir einmal. Ich werde sehr aufgedreht sein heute Abend. Über 1.000 habe ich heuer schon gewonnen, bin aber auch nur Zehnte geworden. Da muss schon alles passen. Ich muss so eine Runde bringen wie heute, dann kann man vorne mitfahren.“

(Aufgezeichnet von Thomas Blaschke/APA in Inzell)




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