Letztes Update am Fr, 08.02.2019 22:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Sondergesandter hofft auf Abkommen in Afghanistan vor Wahlen



Washington (APA/dpa) - Die US-Regierung hofft, dass noch vor der Präsidentschaftswahl in Afghanistan im Juli ein Friedensabkommen mit den Taliban zustande kommt. Das sagte der US-Sondergesandte, Zalmay Khalilzad, am Freitag in Washington. Er hatte zuletzt Ende Jänner mit den Taliban verhandelt. Je eher eine Einigung erzielt werden könne, desto besser sei das, erklärte Khalilzad.

Die Wahl in Afghanistan mache es komplizierter, aber für das Land wäre es besser, wenn ein Abkommen noch davor gelingen könne, fügte er hinzu. Die Präsidentschaftswahl soll am 20. Juli stattfinden.

In einer bedeutenden Änderung ihrer Politik hatten die USA im vergangenen Sommer Direktgespräche mit den Taliban aufgenommen, um den seit 17 Jahren währenden Konflikt in Afghanistan zu beenden. Davor hatten sie stets gesagt, die Aufständischen sollten direkt mit der afghanischen Regierung verhandeln und ein Friedensprozess müsse unter deren Führung stattfinden.

Vor knapp zwei Wochen endete die jüngste Gesprächsrunde. Darin ging es um einen Abzug der internationalen Truppen, einen Waffenstillstand und um die Frage, wie verhindert werden kann, dass das Land ein sicherer Hafen für Terroristen wird. Beide Seiten sprachen danach von Fortschritten.

Die Gespräche sollen zudem direkte Gespräche der Taliban mit der afghanischen Regierung in die Wege leiten. Allerdings konnte Khalilzad den Taliban bisher nicht das Zugeständnis abringen, sich mit Kabul an den Verhandlungstisch zu setzen.




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