Letztes Update am Sa, 09.02.2019 12:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Großdemonstration der Gewerkschaften gegen Regierung in Rom



Rom (APA) - Zehntausende Demonstranten haben sich am Samstagvormittag auf dem zentralen Platz der Republik in Rom zu einer Großveranstaltung gegen die populistische Regierung versammelt. Zu dem Protest hatten die italienischen Gewerkschaftsverbände aufgerufen.

An der Demonstration beteiligten sich Pensionisten- und Schülerverbände sowie die oppositionellen Sozialdemokraten (Partito Democratico/PD) und eine italienische Gruppe von Gelbwesten. Diese fordern Italiens EU-Austritt, mehr direkte Demokratie, Kürzung der Benzinsteuer sowie Verstaatlichung von Banken, Versicherungs- und Autobahngesellschaften. Die Demonstranten zogen bis zur Piazza San Giovanni vor der Lateran-Basilika, wo oft Großkundgebungen stattfinden.

„Eine Zukunft an der Arbeit“ lautete das Motto der Demonstration, die Maßnahmen zur Förderung des Wirtschaftswachstums, der Beschäftigung und zur Senkung des Steuerdrucks fordern. Sie übten scharfe Kritik an der von der Regierung Conte geplanten Einführung einer Mindestsicherung von 780 Euro monatlich. Die Mindestsicherung werde viele Menschen veranlassen, sich keinen Job mehr zu suchen, lautet der Vorwurf der Gewerkschaften.

Angeführt wurde der Protest vom neugewählten Chef des stärksten italienischen Gewerkschaftsverbands CGIL, Maurizio Landini. Dieser gilt als Vertreter des linken Flügels in der Gewerkschaft. Er übte heftige Kritik an die Regierung aus rechter Lega und populistischer Fünf-Sterne-Bewegung sowie am Budgetplan 2019. Er protestierte auch gegen die Einwanderungspolitik der Regierung.




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