Letztes Update am Sa, 09.02.2019 13:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankreich rudert zurück und nimmt sieben „Sea-Watch“-Migranten auf



Rom/Paris (APA) - Frankreich rudert in Sachen „Sea-Watch“-Migranten zurück. Das französische Innenministerium teilte am Samstag mit, dass Frankreich doch sieben der 47 Migranten aufnehmen wird, die vergangene Woche in Catania an Bord des Rettungsschiffes „Sea-Watch 3“ gelandet waren.

„Frankreich wird seiner Verpflichtung nachkommen“, so das Innenministerium in einer Presseaussendung. Ursprünglich hatte sich Paris zur Aufnahme von neun Migranten bereit erklärte. Zuvor hatten italienische Medien berichtet, Frankreich wolle nur Flüchtlinge und keine Wirtschaftsmigranten, wie jene, die sich an Bord der „Sea-Watch“ befunden hätten, aufnehmen.

Acht europäische Staaten - Italien, Deutschland, Malta, Frankreich, Portugal, Rumänien, Luxemburg und Litauen - hatten einem Abkommen zur Aufnahme der „Sea-Watch“-Migranten zugestimmt. Die „Sea-Watch 3“ hatte die 47 Migranten am 19. Jänner vor der libyschen Küste von einem Schlauchboot an Bord genommen. Die populistische Regierung in Rom hatte dem Schiff jedoch zwölf Tage die Einfahrt in italienische Häfen verweigert. Die Migranten trafen am 1. Februar im sizilianischen Catania ein, nachdem sich sieben EU-Länder zu ihrer Aufnahme bereit erklärt hatten.




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