Letztes Update am Mo, 11.02.2019 08:47

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung weitgehend erholt erwartet



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen dürften zum Wochenauftakt überwiegend fester in einen voraussichtlich recht ruhigen Tag starten. Unternehmens- wie konjunkturseitig gibt die Agenda nur wenig her. Der Future auf den Leitindex für die Eurozone stand am Montag eine halbe Stunde vor Handelsstart mit plus 0,42 Prozent auf 3.145,00 Punkten.

Der F-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte ebenfalls ein Plus von 0,42 Prozent auf 10.949,50 Punkte. In London deutete der FTSE-100 mit minus 0,06 Prozent und 7.043,00 Zählern einen knapp behaupteten Start an.

Etwas Rückenwind geben die Vorgaben aus den USA, wo die Börsen am Freitag ihre Verluste gegen Handelsende reduzieren konnten. Für echte Fortschritte beim Handelsstreit zwischen den USA und China ist die Zeit aber noch nicht gekommen: Eine US-Delegation mit dem Finanzminister Steven Mnuchin und dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer wird erst am Donnerstag zu zweitägigen Gesprächen nach Peking reisen.

„Trotz aller Bemühungen erscheint ein Abschluss der Gespräche im Februar als beinahe unmöglich“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. „Chinas Etappenziel dürfte es jetzt sein, im Gespräch zu bleiben und damit höhere Zölle ab März zu verhindern.“

Im DAX kletterten die Papiere der Deutschen Post nach einem „FAZ“-Bericht, wonach die deutsche Bundesregierung mehr Spielraum für Preiserhöhungen bei Briefporto schaffen will, vorbörslich um mehr als 3 Prozent zum Xetra-Schluss. Die Rede ist nun von 85 bis 90 Cent für den Brief. Dies sei mehr als erwartet, sagte ein Händler. Meldungen zur Portopreis-Gestaltung hatten die Aktie zuletzt immer wieder teils kräftig bewegt.

Spannend bleibt die Saga um Wirecard, die am Freitag abermals um mehr als 12 Prozent abgesackt waren und an diesem Montag vorbörslich 1 Prozent gewannen. Der Kurs der Aktie ist seit Tagen nach Berichten der „Financial Times“ („FT“) zu internen Untersuchungen rund um angebliche Bilanzierungsverstöße eines Mitarbeiters in Singapur deutlich unter Druck. Wirecard wies die Anschuldigungen zurück.

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